Arbeitskreis Westfälischer-Friede-Weg

Der 1992 gegründete Arbeitskreis Westfälischer-Friede-Weg setzt sich aus Vertretern des Westfälischen Heimatbundes, des Niedersächsischen Heimatbundes, des Teutoburger Waldverbandes, des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems, des Baumbergevereins, der Kreise, Städte und Gemeinden sowie von Heimatvereinen am Wege zusammen. Er würdigt den einstigen Botenweg der Kaiserpost von Münster über Lengerich nach Osnabrück aus der Zeit der Verhandlungen des Westfälischen Friedens zwischen 1641und 1648. 350 Jahre nach der Nutzung des essentiellen Kommunikationswegs, wird auf Initiative des Arbeitskreises ein Wanderweg l– der Westfälische Friede-Weg X 1648 als Hauptwanderweg des Westfälischen Heimatbundes ins Leben gerufen.

Neben der Einrichtung der Route, gestaltet der Arbeitskreis die Begrünung und „symbolische Ausstattung“ des Weges. Über 540 Eichen sind bis heute international gespendet und gepflanzt worden. Die mittlerweile wunderschön gewachsenen Alleen der „Friedenseichen“ sollen den Westfälischen Frieden bewusst und erlebbar machen. Von den Umwelt- und Grünflächenämtern der Kreise, den Städten und Gemeinden wird die Allee dankenswerterweise gepflegt.

Auf Initiative des Arbeitskreises säumen, zusätzlich zu den Friedenseichen, auch einige „Denkorte“ und Denkmale diesen rund 74 km langen Wanderweg, der in den zurückliegenden 25 Jahren bereits von unzähligen Menschen bewandert und beradelt wurde. Zuletzt sind in den Jahren 2016 und 2017 die Sandsteinskulpturen „Jauchtzehnder Bothe, 1643“ zwischen Ladbergen und Lengerich sowie „Friede mit den Friedemachern Fabio Chigi –Münster- und Johan Axelsson Oxenstierna –Osnabrück“- vom Sendenhorster Steinbildhauer Bernhard Schemann bei der Natruper Mühle in Hagen geschaffen worden.  

Heute beschäftigen den Arbeitskreis neue Fragen und Herausforderungen: Das Europäische Kulturerbejahr 2018 steht an. In der Überlegung ist, einen sogenannten INTERNATFRIEDE (Internationaler Friede) einzurichten. In Kooperation mit Schulen und Jugendlichen der Nachbarländer, sollen junge Menschen „aufgerüttelt“ und für Wanderungen, Geschichte und Natur begeistert werden.