Denkmäler brauchen Ihre Stimme – Helfen Sie mit!

Online-Petition gegen Neufassung Denkmalschutzgesetz NRW

Die Denkmallandschaft in Nordrhein-Westfalen ist in Gefahr. Entgegen einer breiten interdisziplinären und über das Bundesland hinausgehenden Kritik soll die umstrittene Neufassung des Denkmalschutzgesetzes nach dem Wunsch des zuständigen Ministeriums verabschiedet werden.

Künftig steht nicht mehr der Schutz der historischen Bausubstanz im Fokus:

  • Nutzung wird – scheinbar um jeden Preis – vor Schutz gestellt.
  • Es droht die Vorfahrt von politisch motivierten und wirtschaftlichen Interessen.
  • Mit der Aushebelung weisungsgebundener Fachlichkeit können leichter Fakten geschaffen und „unbequeme“ Bauten beseitigt werden.
  • Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümer verlieren die Fachkompetenz in der Beratung rund um Nutzungskonzepte, Steuerfragen und Fördermittel.
  • Bestimmte Denkmalgruppen wie jene im kirchlichen Besitz werden privilegiert. Dies widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Es drohen unwiederbringliche Verluste an ortsbildprägenden Gebäuden und damit an wichtigen Zeugnissen unserer Kultur. Der Westfälische Heimatbund setzt sich gemeinsam mit den weiteren Akteuren im Denkmalschutz-Bündnis NRW dafür ein, dies zu verhindern.

Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung!

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat eine Online-Petition gestartet.

Nutzen Sie Ihre Mitsprachemöglichkeit und helfen Sie mit Ihrer Unterschrift – damit unser baukulturelles Erbe in NRW eine Zukunft hat.

Es eilt – bis zum 5.7. sollen möglichst viele Unterschriften gesammelt werden. 

Hier geht es zur Petition!


Rüthen-Kallenhardt im Arnsberger Wald, Foto/ Helene Lauk © LWL-Medienzentrum für Westfalen

Digitales Forum präsentiert Dorfideen mit Weitblick

Westfälischer Heimatbund und Wochenblatt laden am 5. Juli 2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr zu einem digitalen Forum zur Zukunft ländlicher Räume ein: mit Gästen aus Dorf- und Heimatvereinen, Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Ländliche Räume haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Was passiert da gerade auf dem Land? Während die einen Dörfer und Kleinstädte als „abgehängt“ betrachten, sehen andere ein Comeback für das Leben fernab der großen Metropolen. Doch welche Chancen und Potentiale gibt es tatsächlich? Vielerorts in Westfalen werden kreative Konzepte im und für den ländlichen Raum entwickelt und umgesetzt – etwa mit Blick auf soziales Miteinander, Mobilität, Nahversorgung, Digitalisierung oder Kultur.

Dabei spielt bürgerschaftliches Engagement als gestaltende Kraft eine wichtige Rolle. Die einen betreiben als Verein eine Gaststätte im Ort oder einen E-Dorfbus. Andere realisieren ein Dorfgemeinschaftshaus, wieder andere erweitern ein privates Seniorenzentrum um eine Kita oder legen einen Integrationsgarten an. Auch die Landwirtschaft als Nutzerin und Eigentümerin von Landschaft steht angesichts vielfältiger Herausforderungen vor einem Innovationsprozess.
Welche tragfähigen Ideen entstehen in den Dörfern und auf den Höfen für eine nachhaltige Regionalentwicklung? Was läuft gut und wo gibt es aber auch Probleme? Und was braucht es an Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, damit Engagement auf dem Land gelingen kann? Welche Zukunftsperspektive hat die Landwirtschaft zwischen Klimakrise, gesellschaftlichen Erwartungen und Existenzsicherung?

Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Digitalen Forums.

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Westfälischer Heimatbund bezieht Position

zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft"

Am 17. März 2021 hat der Verwaltungsrat des Westfälischen Heimatbundes das Positionspapier „Den Dorfwettbewerb neu denken – Baustein einer vernetzten Strukturpolitik für ländliche Räume“ verabschiedet.

Wenn man dem Dorfwettbewerb weiterhin eine Bedeutung geben will, sollte man ihn als ein Element für die Entwicklungsfähigkeit der Dörfer und damit als einen Baustein der Strukturpolitik für die ländlichen Räume begreifen. Der Dorfwettbewerb wird nur dann effektiv und überlebensfähig sein, wenn er den endgültigen Wechsel vom „Blümchenwettbewerb“ zum Wettbewerb des zugleich innovativen wie nachhaltigen ländlichen Raumes schafft.

Das Instrument des Dorfwettbewerbs kann die Chance eines auf Nachhaltigkeit angelegten Entwicklungsprozesses bieten, in dem Eigenverantwortung und Selbstgestaltung des direkten Umfeldes durch die Betroffenen praktiziert werden.

Die Forderungen des WHB:

  • Evaluation des Dorfwettbewerbes,
  • Dorfwettbewerb als Element der Strukturpolitik verstehen und ausbauen,
  • Neuressortierung des Wettbewerbes,
  • Finanzierung attraktiver und nachhaltiger gestalten,
  • Kriterien aktualisieren und neu gewichten, Punktesystem flexibilisieren,
  • Unterstützungsstrukturen etablieren und stärken,
  • verbesserte Nachbetreuung und Prozessbegleitung nach dem Wettbewerb,
  • Vernetzung und Informationsaustausch verbessern,
  • Abstimmung mit vorhandenen Förderprogrammen und Wettbewerben zur Dorfentwicklung.

WHB-Positionspapier „Den Dorfwettbewerb neu denken – Baustein einer vernetzten Strukturpolitik für ländliche Räume“


Matthias Löb, WHB-Vorsitzender Foto/ LWL

Bundeskongress Heimat 2021 diskutierte über Baukultur

NRW-Heimatverbände waren Gastgeber

Der dritte Bundeskongress Heimat fand am 7. und 8. Juni 2021 online statt. Im Zentrum der öffentlichen Konferenz des Bundes Heimat und Umwelt in Deutschland stand die Bedeutung von Baukultur. Gastgeber waren der Westfälische Heimatbund, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz sowie der Lippische Heimatbund.

Der Verein Windmühle Exter e. V. kümmert sich um die Holländermühle bei Vlotho-Exter und betreibt das technische Denkmal als Schaumühle. Foto/ Elvira Leisler @ LWL-Medienzentrum für Westfalen

Welchen Stellenwert haben Baukultur und Denkmäler heute? Wie können Politik und Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden? Wie sehen intelligente Umnutzungen von Gebäuden aus? Wie begeistert man Menschen generationenübergreifend für die Thematik? Welche Rolle spielen Bestandsbauten im Hinblick auf den Klimaschutz und wie kann ressourcenschonendes Bauen gelingen? Welche Rolle kommt dem zivilgesellschaftlichen Einsatz für ortsbildprägende Gebäude zu? Diese und weitere Fragen wurden in interdisziplinär besetzten Gesprächsrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verbänden und Netzwerken, Fachämtern wie bürgerschaftlichem Engagement per YouTube-Livestream diskutiert.

Seit Jahren engagiert sich der Werburg-Verein Spenge für das Werburg-Ensemble – eine ehemalige Wasserburganlage -, die heute als außerschulischer Lernort und kultureller Treffpunkt beliebt ist. Foto/ Andreas Lechtape/ WHB

Diesjähriger Schirmherr war Bundesinnenminister Horst Seehofer. Begrüßt wurden die Kongressteilnehmenden unter anderem von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, NRW-Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach und dem Präsidenten der INGO-Konferenz beim Europarat Dr. Gerhard Ermischer. WHB-Vorsitzender Matthias Löb hielt den Einführungsvortrag.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und kann unter YouTube abgerufen werden:

Programm Tag 1

Programm Tag 2


Digitale Westfalen-Akademie

Kostenlose Fortbildungen für bürgerschaftlich Engagierte

Die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen (lagfa NRW e. V.) und der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) möchten mit einer Seminarreihe für Ehrenamtliche das bürgerschaftliche Engagement in Westfalen und darüber hinaus stärken. Ziel ist es, ein kostenloses und niedrigschwelliges Fortbildungsangebot zu schaffen, welches die praktische Vereinsarbeit erleichtern soll. Die „Westfalen-Akademie“ soll Ehrenamtlichen und Mitarbeitende von gemeinnützigen Organisationen als Angebot dienen, um aktuelle Fragen ihrer Arbeit aufzugreifen und diese (interaktiv) zu klären.

Aktuelle Veranstaltung:

Veranstaltungsreihe "Fundraising und Spenden"

im Juni 2021

In der dreiteiligen Veranstaltungsreihe lernen Sie die Grundlagen des Fundraisings sowie dafür nützliche digitale Werkzeuge kennen und werden über den korrekten Umgang mit Spendengeldern informiert.

Teil I – Fundraising

Mittwoch, 9. Juni 2021, 17:00-20:00 Uhr

Referent: Hugo W. Pettendrup, HP FundConsult

Was ist Fundraising, und wie funktioniert es? Vertreterinnen und Vertreter gemeinnütziger Organisationen lernen, wie sie Unterstützung für ihr Anliegen gewinnen und wie sie in ihrem Verein oder ihrer Stiftung ein professionelles Fundraising aufbauen. Fallbeispiele und Checklisten ergänzen die Theorie. Nur wer weiß, was seinen Verein ausmacht, wer seine Spender kennt und eine langfristige Beziehung zu ihnen aufbaut sowie attraktive Fundraising-Projekte hat, kann erfolgreich um Unterstützung bitten.

 

Teil II – Digitales Fundraising für Vereine – So funktioniert’s!

Mittwoch, 16. Juni 2021, 17:00-20:00 Uhr

Referent: Alexis Seyfried, FundraisingBox (Wikando GmbH)

Was ist digitales Fundraising? Welche Möglichkeiten und Tools stehen Vereinen zur Verfügung? Welche Vorteile und welchen Nutzen können Vereine aus diesen Tools ziehen? Wie können Spendenaktionen erfolgreich durchgeführt und vermarktet werden? Neben hilfreichen Grundlagen, Tipps und Tricks, bietet das Online-Seminar Best-Practice-Beispiele und lässt genügend Raum für Fragen und Antworten.

 

Teil III – Der richtige Umgang mit Spenden – Spendenrecht und Spendenpraxis

Mittwoch, 23. Juni 2021, 17:00-20:00 Uhr

Referent: Wolfgang Pfeffer, Vereinsknowhow.de

Der Umgang mit Spenden wirft in gemeinnützigen Vereinen eine Vielzahl von Fragen auf. Das reicht vom korrekten Ausfüllen der Zuwendungsbestätigung bis zu Einzelfragen, wie z. B. ob für Preisnachlässe auf Rechnungen eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden darf. Unser Seminar stellt die steuerlichen Grundlagen dar und klärt alle Einzelfragen im Umgang mit Spenden, Werbung und Sponsoring.

 

Anmeldungen bitte per Mail mit Angabe Ihres Namens, Ihrer Organisation sowie Ihrer E-Mailadresse an:

westfalen-akademie[at]lagfa-nrw.de

Die Veranstaltungen bauen inhaltlich nicht aufeinander auf, eine Teilnahme an allen Terminen wird jedoch empfohlen.


Coronaschutzverordnung NRW angepasst

Erleichterungen auch in Bezug auf Veranstaltungen und Versammlungen von Vereinen

Die Landesregierung NRW hat die bestehende Coronaschutzverordnung mit Gültigkeitsdauer ab 21. Juni 2021 aktualisiert.

In Bezug auf Veranstaltungen und Versammlungen gibt es Lockerungen abhängig von der Inzidenzstufe. Dabei gelten grundsätzlich die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Maskenpflicht bleibt in geschlossenen Räumen grundsätzlich bestehen.

Soweit in dieser Verordnung für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet. Dies gilt nicht für in dieser Verordnung festgesetzte einrichtungsbezogene Personengrenzen pro Quadratmeter oder Kapazitätsbegrenzungen.

Soweit in der Verordnung bestimmte Tätigkeiten, Veranstaltungen, Einrichtungen oder Angebote von einem Negativtestnachweis oder einem negativen Selbsttest abhängen, gilt dies nicht für immunisierte Personen mit entsprechendem Nachweis.

Hinsichtlich Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen - also etwa satzungsmäßig vorgeschriebenen Mitglieder-/Jahreshauptversammlungen - ist Folgendes vorgesehen (Angaben ohne Gewähr):

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 3 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 100 und 50,1):

Zulässig sind Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen

a) mit bis zu 20 Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt werden können,

b) mit bis zu 250 Personen in geschlossenen Räumen oder bis zu 500 Personen im Freien, wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss; vor der Versammlung muss eine Anzeige und bei mehr als 100 teilnehmenden Personen die Vorlage eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes bei der zuständigen Behörde erfolgen.

Die Regelungen zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit und zum Mindestabstand sind bei allen zulässigen Veranstaltungen einzuhalten.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 2 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 50 und 35,1):

Möglich sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse auch in geschlossenen Räumlichkeiten mit bis zu 500 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit.

Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 (7-Tage-Inzidenz stabil unter 35):

Gestattet sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit bis zu 1.000 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit,

im Freien auch mit mehr als 1.000 Personen, höchstens aber einem Drittel der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes, mit einfacher Rückverfolgbarkeit und ohne Negativtestnachweis.

In Regionen der Inzidenzstufe 1 können in geschlossenen Räumlichkeiten die Masken bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden. Voraussetzung sind aber weitere Schutzmaßnahmen, also die Beachtung der jeweiligen Maßgaben zum Negativtestnachweis, wenn jeweils die Regelungen zum Mindestabstand eingehalten werden oder bei zulässigen Ausnahmen vom Mindestabstand die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Ab dem 1. September 2021 sind zulässig:

a) Volksfeste nach § 60b der Gewerbeordnung (einschließlich Kirmesveranstaltungen und ähnlichem), Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1.000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

Veranstaltungen mit mehr als 1.000 teilnehmenden Personen sind nur zulässig, wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 1 gilt.

b) Sitzungen, Tagungen und Kongresse in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit mehr als 1.000 Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

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Denkmalschutz-Bündnis NRW: Modern geht anders!

Klares Votum gegen Neufassung des Denkmalschutzgesetzes

Das Denkmalschutz-Bündnis NRW sieht kein Erfordernis für eine komplette Neuaufstellung des Denkmalschutzgesetzes des Landes und plädiert allenfalls für Modifikationen in Einzelaspekten, so wie es auch den bisherigen Evaluationen des Gesetzes entspricht. Dazu bieten alle Organisationen ihre Unterstützung an – damit Denkmäler in NRW eine Zukunft haben.

Zum Denkmalschutz-Bündnis NRW haben sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V., der Verband Deutscher Kunsthistoriker e. V., der Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V., der Verband der Restauratoren e. V., der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V., der Westfälische Heimatbund e. V. und die Landesgruppe Westfalen-Lippe der Deutschen Burgenvereinigung e. V. zusammengeschlossen.

Alle Stellungnahmen des Bündnisses sowie weiterer Denkmalpflege-Organisationen und von 54 in NRW mit den Fragen des Kulturellen Erbes befassten Professorinnen und Professoren sind abrufbar unter: https://denkmalschutz-erhalten.nrw


Westfälischer Heimatbund lehnt geplante Neufassung des Denkmalschutzgesetzes NRW ab

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) hat im Rahmen der Verbändeanhörung zur Novellierung des Denkmalschutzgesetzes NRW den Entwurf erneut beanstandet und seine Stellungnahme veröffentlicht. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte die 2020 vorgelegte Version zur Überarbeitung des Gesetzes nach dem Eingang einer Vielzahl kritischer Stellungnahmen vollständig neu gefasst und im März 2021 eine entsprechende Vorlage veröffentlicht.

Unser Fazit:

Die Neufassung des Gesetzes verliert den Schutz der Denkmäler aus dem Blick. Insbesondere von der nachhaltigen Schwächung der Fachlichkeit sowie der Privilegierung sachfremder Aspekte und einzelner Interessengruppen geht eine nicht zu tolerierende Gefährdung des baukulturellen Erbes in NRW aus. Indem die Expertise der Denkmalfachämter im Bereich der Baudenkmalpflege nicht mehr abgerufen wird, büßen die Denkmäler ihre weisungsungebundenen, unabhängigen Fürsprecher ein. Der vorgelegte Gesetzesentwurf fällt deutlich hinter etablierte Standards zurück und gibt wirtschaftlichen Gesichtspunkten offenkundig Vorrang. Diesen grundlegenden Webfehler können auch einzelne positiv zu würdigenden Punkte – darunter die Einrichtung eines Landesdenkmalrates – nicht ausgleich.

Wir lehnen die geplante Neufassung in der vorgelegten Form ab. Vielmehr betrachten wir das seit 1980 geltende nordrhein-westfälische Denkmalschutzgesetz als bewährt. Eine gut funktionierende Struktur nun ohne Not zu zerstören, kann nur zu negativen Folgen für die Denkmallandschaft im Lande führen.

Stellungnahme des Westfälischen Heimatbundes e. V.


Workshopangebote des Westfälischen Heimatbundes mit der FreiwilligenAkademie 2021

In 2021 führt der Westfälische Heimatbund e. V. gemeinsam mit der FreiwilligenAkademie der FreiwilligenAgentur Münster (FA) kostenlose Workshops zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen durch. Geplant sind folgende Veranstaltungen.

Wirtschaftliches Handeln in gemeinnützigen Organisationen

Donnerstag, 17. Juni 2021, 16:00–19:00 Uhr, online

Referent: Niko Ritter

Auch gemeinnützige Organisationen brauchen Grundlagenwissen in betriebswirtschaftlichen Fragen. Selbst kleine Organisationen haben ein Budget zu verwalten, und es fallen immer wieder Kosten an, die getragen werden müssen. Dies gilt für die regelmäßige Arbeit, insbesondere aber auch für Projekte, die in vielen Organisationen von zentraler Bedeutung sind.

Bei größeren Organisationen fallen noch höhere Kosten an, beispielsweise für festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder für Räumlichkeiten wie Museen oder Sportstätten. Dafür ist eine verantwortliche, wirtschaftliche Führung der Organisation notwendig.

Diese Veranstaltung gibt eine Einführung ins wirtschaftliche Handeln in gemeinnützigen Organisationen. Dabei ergänzen Fallbeispiele und Handlungsempfehlungen die Theorie.

Inhalte:

  • Kostenplanung und Kostendeckungsplanung
  • Wirtschaftliche Führung einer gemeinnützigen Organisation
  • Risikoanalysen und Risikoabsicherung
  • Möglichkeiten der Einnahmeerzielung
  • Grundlagen des Steuer- und Sozialversicherungsrechts

Außerdem stellt die Wirtschaftsförderung Münster GmbH Beratungsförderprogramme vor, die darauf abzielen, das betriebswirtschaftliche Wissen auch in gemeinnützigen Organisationen zu erhöhen.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die FreiwilligenAgentur.

www.freiwilligenagentur-muenster.de

0251 492-5976 · EversAndrea[at]stadt-muenster.de


Neue WHB-Handreichungen erschienen

„Jung und engagiert“ sowie „Heimat für alle“

Mit den zwei neuen Handreichungen „Heimat für alle – Engagement für Integration“ sowie „Jung und engagiert – Heimat für morgen gestalten“ möchte der WHB Akzente für bürgerschaftlich Engagierte und ein interessiertes Fachpublikum auf den Gebieten junge Zielgruppen sowie Integration im Rahmen einer modernen Heimatarbeit setzen.

Junge Menschen auf der Basis von Teilhabe und der Erfahrung von Selbstwirksamkeit für die Besonderheiten ihrer nahen Umgebung zu begeistern, ist eine der zentralen Langzeitaufgaben der Heimatbewegung. Zudem können Heimatakteurinnen und -akteure als Brückenbauer daran mitwirken, Menschen unterschiedlicher Herkunft Beheimatung zu ermöglichen. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement hat großes integratives Potential.

Die vorliegenden Handreichungen bieten fachlichen Input, Interviews, eine Auswahl impulsgebender Projekte sowie einen kompakten Servicepart mit vielen praxisorientierten Tipps und Hinweisen etwa zu Vernetzung, Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsangeboten.

Der WHB dankt in Bezug auf die Publikation „Heimat für alle“ der Diakonie RWL als Kooperationspartner und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW für die fachliche Unterstützung. Überdies dankt der WHB in Bezug auf die Publikation „Jung und engagiert“ der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ als einem der Kooperationspartner im WHB-Themenjahr 2019. Der WHB wird finanziell gefördert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Die Handreichungen stehen in gedruckter Form kostenlos zur Verfügung. Unseren Mitgliedern werden diese in Kürze postalisch zugesandt. Die Handreichung "Jung und engagiert – Heimat für morgen gestalten" ist zudem kostenlos digital zugänglich.

 

 

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Für jeden das richtige Ehrenamt finden

WHB neuer Partner des „Ehrenamt-Checks“

Die Onlineplattform www.ehrenamtcheck.de bietet ein neues, zusätzliches Angebot. Ab sofort finden Interessierte unter den verschiedenen Ehrenämtern, die zu ihren Interessen und Stärken passen, auch den Westfälischen Heimatbund als Dachverband der Heimatakteurinnen und -akteure in Westfalen.

Möglich wird dies durch eine Kooperation von WestLotto mit dem WHB. Mit der Onlineplattform ehrenamtcheck.de möchte WestLotto sowohl die gesellschaftlichen Träger in NRW unterstützen als auch den Bürgerinnen und Bürgern eine erste digitale Orientierung beim Thema Ehrenamt bieten. Für viele Organisationen und Vereine ist der Ehrenamt-Check bereits ein wertvoller Baustein bei der Suche nach freiwilligen Unterstützern.

Sowohl optisch als auch in seiner Funktionalität ist das Angebot auf die Bedürfnisse der jüngeren Zielgruppe zugeschnitten. Mit wenigen Klicks können die User hier herausfinden, welcher Ehrenamtstyp sie sind. Dabei spielen persönliche Stärken und Fähigkeiten ebenso eine Rolle wie individuelle Wünsche. Wichtige Fragen sind beispielsweise, wie viel Zeit jemand investieren und mit welchen Menschen er oder sie gerne zusammenarbeiten möchte. Mit wissenschaftlicher Unterstützung der RWTH Aachen wurden sieben verschiedene Typen definiert – von der Organisatorin bis zum Macher. Wer sich in einem dieser Typen wiederfindet, bekommt nicht nur passende Ehrenämter angezeigt, sondern auch mögliche Organisationen und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern.

Der Ehrenamt-Check ist eine Aktion im Rahmen des Lotto-Prinzips, durch das 40 Prozent der Lotterieeinsätze über den Landeshaushalt an das Gemeinwohl verteilt werden.


Dorfideen mit Weitblick

EIn Kooperationsprojekt von Westfälischem Heimatbund und Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben

Westfalen ist sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben möchten zukunftsfähige Dorfideen mit Weitblick aufspüren und tragfähige Strategien entwickeln. Das Vorhaben wird mit finanzieller Unterstützung von der NRW-Stiftung und der Westfälischen Provinzial Versicherung realisiert. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Ursula Heinen-Esser.

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Zukunft der Dörfer – WHB-Themenschwerpunkt 2020/2021

Westfalen ist ein Landesteil Nordrhein-Westfalens, welcher sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt ist. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Als Dachverband ist es unser Ziel, gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen Beitrag zur Bearbeitung dieser und anderer aktueller Herausforderungen zu leisten.

Heimat bedarf einer wohlüberlegten Gesamtstrategie – für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, für den Erhalt der Lebensqualität vor Ort, für eine aktive Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement spielt hier eine wesentliche Rolle. Denn Heimatakteurinnen und -akteure befassen sich nicht allein mit einem Blick in die Vergangenheit: Sie setzen sich vielfach auf unterschiedliche Weise für Gegenwart und Zukunft ihres Lebensumfeldes ein. Es geht dabei auch um Konzepte für Mobilität und Infrastruktur, Nahversorgung – auch in kultureller Hinsicht, Leerstandsmanagement sowie soziale Treffpunkte. Wir möchten mit unserer Arbeit als Serviceanbieter bürgerschaftliches Engagement unterstützen und regionale Vielfalt erhalten.


Heimat-Puls –

Film zeigt engagierte Heimatarbeit mit jungen Zielgruppen

Beim Westfalentag 2019 in Hattingen zeigte der Westfälische Heimatbund e. V. einen weiteren Kurzfilm aus der Reihe „Heimat-Puls“. Dieser präsentierte anlässlich des WHB-Themenjahres gute Beispiele aus der Heimatarbeit mit jungen Menschen vor Ort.


Lebendiges Heimatnetzwerk

Ihre guten Beispiele im WHB-Blog

Ihre guten Beispiele aus der Heimat-Arbeit in Westfalen haben ein neues Zuhause: im WHB-Blog.

Ergänzend zu unserem Heimatmacher-Newsletter stellen wir hier regelmäßig Ihre impulsgebenden und nachahmenswerten Projekte aus Ihren verschiedenen Tätigkeitsbereichen vor. Die zahlreichen aktiven und kreativen Initiativen sollen ein lebendiges Heimatnetzwerk der Region bilden. Machen Sie uns gerne Vorschläge für unsere Online-Datenbank, damit auch andere Ihre spannende Arbeit kennenlernen.

Der Blog startet mit vier aktuellen Einträgen zu unserem Themenjahr und wird regelmäßig ergänzt. Sie erreichen ihn über unsere Homepage und unter: https://blog.whb.nrw/

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


Heimat-Puls –

Film zeigt Heimatmacher aus dem Sauerland

Als Gastgeschenk an die lebendige Heimatregion Sauerland präsentierte der Westfälische Heimatbund e.V. beim Westfalentag am 1. September in Brilon einen eigens produzierten Film. Unter dem Titel „Heimat-Puls: Heimat gestalten im Sauerland“ stellt dieser Kurzporträts von fünf exemplarisch ausgewählten Vereinen in der Region vor. Heimat-Puls macht einfach Lust auf Heimatpflege – Schauen Sie selbst!