Öffnung von Museen ab 8. März unter Auflagen wieder möglich

Coronaschutzverordnung NRW mit Gültigkeit bis 28. März 2021

Die Landesregierung NRW hat die überarbeitete Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Demnach ist das Erleben von Kultur wieder in kleinen Schritten möglich. Der Besuch von Museen und Gedenkstätten ist unter Auflagen wieder erlaubt.

Zu einzelnen Regelungen:

Kultur- und Freizeitstätten

Der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter der für Besucher geöffneten Fläche nicht übersteigen. Gleiches gilt für den Betrieb von Zoologischen Gärten und Tierparks. Im Außenbereich gibt es keine Vorgabe zu den zulässigen Personen je Quadratmeter.

Veranstaltungen und Versammlungen

Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Verordnung fallen, sind nicht gestattet.

Abweichend sind unter Beachtung der Regelungen zu Kontaktbeschränkungen, Mindestabstand, Masken, Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen sowie Rückverfolgbarkeit Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften, Parteien oder Vereine

a) mit bis zu zwanzig Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt werden können,

b) mit mehr als zwanzig, aber höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Anzeige bei den zuständigen Behörden, wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen vor dem 29. März 2021, in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss.

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Westfälischer Heimatbund fordert Entlastung für Vereine beim Transparenzregister

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB), einer der mitgliederstärksten Dachverbände für Heimat- und Bürgervereine in Deutschland, fordert von der Politik, bürgerschaftliches Engagement durch einen Abbau unnötiger Bürokratie zu unterstützen. Dafür sollen die Regelungen rund um das Transparenzregister angepasst werden.

In Folge des 2017 in Kraft getretenen Geldwäschegesetzes wurde das sogenannte Transparenzregister eingerichtet. Dieses hat den Zweck, die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verbessern. Vom Register werden auch eingetragene Vereine erfasst. Vereine, die bereits im Vereinsregister eingetragen sind, mussten sich bisher nicht extra in diesem neuen Register anmelden. Die Daten wurden übernommen. Allerdings werden für die Führung des Transparenzregisters Gebühren erhoben. Viele Vereinsvorstände erreichen derzeit entsprechende Rechnungen des Bundesanzeiger Verlags.

Seit dem letzten Jahr können sich gemeinnützige Vereine von der Gebühr befreien lassen. Der Antrag muss elektronisch gestellt werden. Beigefügt werden müssen eine Kopie des Personalausweises, ein Vereinsregisterauszug und der Freistellungsbescheid des Finanzamtes, mit dem die Gemeinnützigkeit nachgewiesen wird. Die Dauer der Befreiung richtet sich nach der Gültigkeitsdauer des Freistellungsbescheids. Sobald die Gebührenbefreiung abgelaufen ist, muss wieder ein neuer Antrag gestellt werden. Die Befreiung gilt zudem nicht rückwirkend.

„Immer komplexere rechtliche Regelungen sowie zunehmender bürokratischer Aufwand belasten das für unsere Gesellschaft so wichtige bürgerschaftliche Engagement. Das darf nicht sein“, so Matthias Löb, Vorsitzender des WHB. „Den vielen politischen Sonntagsreden zur Stärkung des Ehrenamtes sollten nun Taten folgen. Dafür bietet das Transparenzregister eine gute Gelegenheit. Es sind schließlich nicht die vielen Heimat- und Bürgervereine, die für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekannt sind.“

Nun tritt noch eine weitere Hürde hinzu. Am 10. Februar 2021 wurde von der Bundesregierung der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Geldwäschegesetzes (Transparenz-Finanzinformationsgesetz) beschlossen. Damit verbunden soll im Gegensatz zum derzeitigen Verfahren, das einen automatischen Abgleich mit dem Vereinsregister vorsah, eine Verpflichtung zur aktiven Meldung der wirtschaftlich Berechtigten eingeführt werden. Aus dem Auffangregister wird ein Vollregister. Hintergrund ist die elektronische Vernetzung der Transparenzregister aller EU-Mitgliedstaaten. Da die ursprünglich angedachte Vernetzung der deutschen Register absehbar aufgrund des Fehlens strukturierter Daten nur schwierig zu realisieren ist, soll das Problem nun dadurch gelöst werden, dass man den Meldepflichtigen bisherige Erleichterungen streicht und sie zur Übermittlung strukturierter Daten an das Transparenzregister verpflichtet. Das Gesetz soll am 1. August 2021 in Kraft treten. Übergangsfristen sind vorgesehen.

„Damit entstehen zusätzliche Belastungen auch für das Ehrenamt. Als Dienstleister setzen wir uns gemeinsam mit den anderen Landesheimatverbänden in Deutschland für eine Vereinfachung des Verfahrens und einen Gebührenverzicht für gemeinnützige Vereine ein,“ erläutert WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers. „Es muss im 21. Jahrhundert in einem hochtechnisierten Land wie Deutschland möglich sein, intelligente digitale Lösungen zu finden, die einen automatischen Abgleich von Daten erlauben, ohne zusätzliche Lasten für das Ehrenamt zu schaffen.“


Neue WHB-Handreichungen erschienen

„Jung und engagiert“ sowie „Heimat für alle“

Mit den zwei neuen Handreichungen „Heimat für alle – Engagement für Integration“ sowie „Jung und engagiert – Heimat für morgen gestalten“ möchte der WHB Akzente für bürgerschaftlich Engagierte und ein interessiertes Fachpublikum auf den Gebieten junge Zielgruppen sowie Integration im Rahmen einer modernen Heimatarbeit setzen.

Junge Menschen auf der Basis von Teilhabe und der Erfahrung von Selbstwirksamkeit für die Besonderheiten ihrer nahen Umgebung zu begeistern, ist eine der zentralen Langzeitaufgaben der Heimatbewegung. Zudem können Heimatakteurinnen und -akteure als Brückenbauer daran mitwirken, Menschen unterschiedlicher Herkunft Beheimatung zu ermöglichen. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement hat großes integratives Potential.

Die vorliegenden Handreichungen bieten fachlichen Input, Interviews, eine Auswahl impulsgebender Projekte sowie einen kompakten Servicepart mit vielen praxisorientierten Tipps und Hinweisen etwa zu Vernetzung, Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsangeboten.

Der WHB dankt in Bezug auf die Publikation „Heimat für alle“ der Diakonie RWL als Kooperationspartner und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW für die fachliche Unterstützung. Überdies dankt der WHB in Bezug auf die Publikation „Jung und engagiert“ der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ als einem der Kooperationspartner im WHB-Themenjahr 2019. Der WHB wird finanziell gefördert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Die Handreichungen sind kostenlos erhältlich und stehen sowohl in gedruckter Form als auch digital zur Verfügung. Unseren Mitgliedern werden diese in Kürze postalisch zugesandt.

 

 

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Aufruf zur Bewerbung "Rolle vorwärts" 2021

Der Preis des Westfälischen Heimatbundes für frische Ideen

Es ist wieder soweit: Der Westfälische Heimatbund schreibt in diesem Jahr erneut mit „Rolle vorwärts“ seinen Preis für frische Ideen in der Heimatarbeit aus. Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie möchten wir Ihr Engagement würdigen und öffentlich bekannter machen.

Seit 2015 vergibt das Kuratorium des WHB alle zwei Jahre einen Innovationspreis für Heimatakteurinnen und -akteure. Ausgezeichnet werden Heimataktive nun bereits zum vierten Male zum einen für besonders zukunftsweisende Projekte und zum anderen in der Kategorie Nachwuchs für eine außergewöhnlich engagierte Kinder- und Jugendarbeit.

Preiswürdig ist ein Projekt, das als Impulsgeber und als Modell für andere Vereine dienen kann. Die Auszeichnung wird durch die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung finanziert.

In der Kategorie Nachwuchs wird ein vorbildliches Projekt von, für und mit Kindern und jungen Erwachsenen ausgewählt, das neue Ideen für die Heimatarbeit entwickelt und anderen Vereinen Anregungen bieten kann. Das Preisgeld wird von den Sparkassen in Westfalen-Lippe gestiftet.

Das Preisgeld beträgt jeweils 4.000 Euro. Eine Teilnahme - bevorzugt per E-Mail - ist ab 15. Februar bis zum 15. Mai 2021 möglich (Flyer mit Teilnahmebedingungen).

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Workshop des WHB mit der FreiwilligenAkademie

Ohne Moos nix los – Fundraising als Chance

In 2021 führt der Westfälische Heimatbund e. V. gemeinsam mit der FreiwilligenAkademie der FreiwilligenAgentur Münster (FA) kostenlose Workshops zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen durch. In der ersten Fortbildung geht es um Mittelbeschaffung für gemeinnützige Organisationen und Vereine.

Dienstag, 16. März 2021, 17:00–20:00 Uhr (online)

mit Hugo W. Pettendrup

Gemeinnützige Organisationen sind seit längerer Zeit herausgefordert, neben öffentlichen Geldern immer mehr Eigen- und Drittmittel einzuwerben. Vor diesem Hintergrund entdecken viele Vereine und Stiftungen das Fundraising, um sich neue finanzielle Ressourcen zu erschließen. Was ist Fundraising und wie funktioniert es?

In diesem Seminar lernen Vertreterinnen und Vertreter von gemeinnützigen Organisationen, wie sie Unterstützer für ihr Anliegen gewinnen, wie sie in ihrem Verein oder ihrer Stiftung ein professionelles Fundraising aufbauen können und worauf sie bei der Konzeption eines Fundraising-Projektes achten müssen. Sie lernen kreative Wege der Mittelbeschaffung kennen.

Fallbeispiele und Checklisten ergänzen die Theorie. Nur wer weiß, was seinen Verein ausmacht, wer seine Spender kennt und eine langfristige Beziehung zu ihnen aufbaut sowie attraktive Fundraising-Projekte hat, kann erfolgreich um Unterstützung bitten. Diskussionen sowie praktische Übungen während des Seminars vertiefen den Zugang zum Thema.

Eine Anmeldung ist bis zum 15.03.2021 über die Webseite der FreiwilligenAgentur Münster www.freiwilligenagentur-muenster.de möglich.


Digitale Westfalen-Akademie

Fortbildung: Aufgaben und Haftung von Vorständen und Geschäftsführern von Vereinen

Die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen (lagfa NRW e. V.) und der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) möchten mit einer Seminarreihe für Ehrenamtliche das bürgerschaftliche Engagement in Westfalen und darüber hinaus stärken. Ziel ist es, ein kostenloses und niedrigschwelliges Fortbildungsangebot zu schaffen, welches die praktische Vereinsarbeit erleichtern soll. Die „Westfalen-Akademie“ soll Ehrenamtlichen und Mitarbeitende von gemeinnützigen Organisationen als Angebot dienen, um aktuelle Fragen ihrer Arbeit aufzugreifen und diese (interaktiv) zu klären.


Aktuelle Veranstaltung:

Aufgaben und Haftung von Vorständen und Geschäftsführern von Vereinen

mit Dietmar Weidlich, CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Beratung

14. April 2021, 17:00-19:00 Uhr

Auch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer unterliegen bei Schäden einem nicht unerheblichen Haftungsrisiko, wenn ihnen ein Fehler in Ausübung  ihres Amtes unterläuft. Die Haftungstatbestände sind vielfältig und umfassen etwa Sachbeschädigung, Personenschäden, Untätigkeit trotz Pflicht zum Handeln oder   Vertragsverletzung. Zum Teil ist es nicht einmal erforderlich, dass der Schaden schuldhaft verursacht wurde. Es bestehen Verpflichtungen gegenüber den Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, insbesondere bei umsatzsteuerpflichtigen Vereinen und solchen mit sozialversicherungspflichtig Angestellten. Auch für die  Durchführung von Veranstaltungen gelten verschiedene Haftungsgrundlagen. Das Seminar gibt Ihnen als Vorstandsmitglied oder Geschäftsführung oder potentiellen Amtsnachfolgern einen Überblick über Ihre Pflichten als Entscheidungsträger, über Haftungsgrundlagen und -risiken sowie über Strategien, wie man persönliche Inanspruchnahme verhindern können.

Folgende Themen werden schwerpunktmäßig behandelt:

  • Aufgaben, Pflichten und Verantwortung von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführung von Vereinen
  • Tatbestände, aus denen sich eine persönliche Haftung der Entscheidungstragenden herleiten lässt
  • Anforderungen an „unternehmerische Entscheidungen“ des Vorstandes
  • Strategien zur Vermeidung oder Minimierung des Haftungsrisikos (einschließlich möglicher Veränderungen in den Organstrukturen)

Anmeldungen bitte per Mail unter Angabe Ihres Namens, Ihres Vereins und Ihrer E-Mail-Adresse an:
westfalen-akademie[at]lagfa-nrw.de


Sie erhalten eine Anmeldebestätigung und rechtzeitig den Zoom-Link sowie Hinweise zur Teilnahme an Ihrem Computer.



Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2020

Stärkung des Ehrenamtes, aber keine grundlegende Reform des Gemeinnützigkeitsrechts

Der Bundestag hat am 16. Dezember 2020 das Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet; der Bundesrat hat am 18. Dezember 2020 zugestimmt. Enthalten sind umfangreiche Änderungen in verschiedenen Steuergesetzen, welche ehrenamtliche Arbeit in Teilen entlasten dürften.

Konkret werden

  • der Übungsleiterfreibetrag von 2.400 Euro auf 3.000 Euro und die Ehrenamtspauschale von 720 Euro auf 840 Euro erhöht,
  • der vereinfachte Spendennachweis bis zum Betrag von 300 Euro ermöglicht (bisher 200 Euro),
  • die Einnahmegrenze zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb für gemeinnützige Organisationen auf 45.000 Euro erhöht,
  • die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung für kleine Körperschaften abgeschafft,
  • die Mittelweitergabe unter gemeinnützigen Organisationen rechtssicher ausgestaltet sowie
  • auch die Zwecke „Klimaschutz“, „Freifunk“ und „Ortsverschönerung“ als gemeinnützig eingestuft.

Zu den Neuerungen bietet der WHB seinen Mitgliedern eine detailliertere Übersicht per Verteilermail und auf Anfrage.

Die Änderungen erleichtern die Tätigkeit vieler gemeinnütziger Vereine. Dennoch sind sie aus unserer Sicht in Bezug auf eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts nicht ausreichend. Dies betrifft etwa eine fehlende Klarstellung, dass die eigenen gemeinnützigen Zwecke auch mit politischen Mitteln verfolgt werden dürfen, solange das Abstandsgebot zu Parteien eingehalten wird, ohne dabei die Aberkennung der Steuerbegünstigung zu riskieren.


Für Heimat und gegen Ausgrenzung –

BHU-Resolution „Wer da ist gehört zur Heimat“

Heimatverbände und -vereine stehen für gemeinsames Engagement und für Heimat als Einladung. Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) und seine Landesverbände, darunter der WHB, haben im November 2020 die Resolution „Wer da ist, gehört zur Heimat“ verabschiedet. Diese knüpft an das Positionspapier „Haltung zeigen für Heimat“ aus dem Jahr 2019 an.  Aktuell erleben wir immer wieder Versuche eines Missbrauchs des Heimatbegriffes, um Menschen auszugrenzen, Hass und Hetze zu verbreiten. Wir wehren uns entschieden gegen ein derartiges Heimatverständnis.


Jury prämiert 12 Fotos im WHB-Fotowettbewerb

„Engagiert für Natur – Heimatakteure im Fokus"

Passend zu seinem Themenschwerpunkt „Zukunft der Dörfer“ hat der WHB mit seinem diesjährigen Fotowettbewerb „Engagiert für Natur – Heimatakteure im Fokus“ nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement für Natur im ländlichen Raum in den Blick genommen. Die 12 Gewinner stehen nun fest. Der Wettbewerb wurde ermöglicht durch eine Spende der NRW.BANK.

Akteurinnen und Akteure aus den Mitgliedsvereinen des WHB waren bis Ende September aufgerufen, ihren Einsatz für Natur und Umwelt in ihrer Heimat Westfalen fotografisch ins „beste Licht“ zu rücken. Die Aktion hebt die Vielfalt der regionalen Natur und die ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutzprojekte der WHB-Mitgliedsvereine hervor. Die prämierten Fotos sollen Lust auf Engagement machen und die Projekte medial unterstützen. Es haben sich erfreulicherweise 34 Heimatvereine und Ortsheimatpfleger mit 129 Fotomotiven beteiligt.

Ausgezeichnet werden

  • Verein Dorfwerkstatt Albaxen e. V.; Fotograf: Meinhard Siewers
  • Heimatverein Bockhorst e. V.; Fotograf: Dieter Gorgs
  • Heimatverein Nieheim e. V.; Fotograf: Gerhard Schütze
  • Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen; Fotografin: Esther Schaefer
  • Förderverein Godelheim e. V.; Fotografin: Margret Golüke-Knuhr
  • Heimatverein Erle e. V.; Fotograf: Alois Grunewald
  • Heimat- und Verkehrsverein Düdinghausen/Hochsauerland e. V.; Fotograf: Horst Frese
  • Heimatverein Ottenhausen e. V.; Fotograf: Jürgen Unruhe
  • Heimatverein Burlo-Borkenwirthe e. V.; Fotograf: Michael H. Schmitt
  • Arnsberger Heimatbund e. V.; Fotograf: Jochem Ottersbach
  • Heimat- und Bürgerverein Wilden e. V.; Fotograf: Burkhard Sauskojus
  • Heimat- und Verkehrsverein Lette e. V.; Fotograf: Gerold Wilken

Resolution des BHU und seiner Landesverbände:

"Zivilgesellschaftliches Engagement für Baukultur und gebaute Heimat"

Der Verlust an Baukultur in städtischen wie in ländlichen Räumen wird bundesweit zunehmend wahrnehmbar. Trotz vorhandener gesetzlicher Grundlagen zur Stadtbildpflege und zum Denkmalschutz gehen tagtäglich Ortsbilder unwiederbringlich verloren.

Für den Bund Heimat und Umwelt in Deutschland und seine Landesverbände, zu denen auch der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) gehört, ist das Thema Baukultur und gebaute Umwelt von großer Relevanz. Der Fokus richtet sich dabei auf die Vielfalt der gewachsenen regionalen Baukultur, der Bau- und Kulturdenkmale, erhaltenswerte und ortsbildprägende Gebäude, Quartiere oder Siedlungen, aber auch auf die Qualität von neuer Architektur als Bestandteil unserer Kulturlandschaften. Es geht um gesellschaftliche Werte für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) und seine Landesverbände haben eine Resolution zum Thema Zivilgesellschaftliches Engagement für Baukultur und gebaute Heimat beschlossen, die am 7. November auf dem Deutschen Forum für Baukultur und Denkmalpflege vorgestellt worden ist. Gerne möchten wir Ihnen diese ebenfalls bekannt machen.

Die Resolution hat bereits Zustimmung durch die Bundesstiftung Baukultur und weitere Institutionen erfahren. Zusätzliche Unterstützer sind herzlich willkommen und können sich gerne beim BHU-Team unter kristina.gehm[at]bhu.de melden.




Für jeden das richtige Ehrenamt finden

WHB neuer Partner des „Ehrenamt-Checks“

Die Onlineplattform www.ehrenamtcheck.de bietet ein neues, zusätzliches Angebot. Ab sofort finden Interessierte unter den verschiedenen Ehrenämtern, die zu ihren Interessen und Stärken passen, auch den Westfälischen Heimatbund als Dachverband der Heimatakteurinnen und -akteure in Westfalen.

Möglich wird dies durch eine Kooperation von WestLotto mit dem WHB. Mit der Onlineplattform ehrenamtcheck.de möchte WestLotto sowohl die gesellschaftlichen Träger in NRW unterstützen als auch den Bürgerinnen und Bürgern eine erste digitale Orientierung beim Thema Ehrenamt bieten. Für viele Organisationen und Vereine ist der Ehrenamt-Check bereits ein wertvoller Baustein bei der Suche nach freiwilligen Unterstützern.

Sowohl optisch als auch in seiner Funktionalität ist das Angebot auf die Bedürfnisse der jüngeren Zielgruppe zugeschnitten. Mit wenigen Klicks können die User hier herausfinden, welcher Ehrenamtstyp sie sind. Dabei spielen persönliche Stärken und Fähigkeiten ebenso eine Rolle wie individuelle Wünsche. Wichtige Fragen sind beispielsweise, wie viel Zeit jemand investieren und mit welchen Menschen er oder sie gerne zusammenarbeiten möchte. Mit wissenschaftlicher Unterstützung der RWTH Aachen wurden sieben verschiedene Typen definiert – von der Organisatorin bis zum Macher. Wer sich in einem dieser Typen wiederfindet, bekommt nicht nur passende Ehrenämter angezeigt, sondern auch mögliche Organisationen und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern.

Der Ehrenamt-Check ist eine Aktion im Rahmen des Lotto-Prinzips, durch das 40 Prozent der Lotterieeinsätze über den Landeshaushalt an das Gemeinwohl verteilt werden.



Jahrestag des Unglücks in Alchen:

WHB-Positionierung zu Haftungsfragen im Ehrenamt

Am 8. September jährte sich das Unglück während des Backesfestes in Alchen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Zwischenzeitlich wurden Ermittlungen gegen ein Vorstandsmitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins Alchen e. V. wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. In Folge der Explosion einer gasbetriebenen Pfanne bei der Festivität waren eine 67-jährige Frau und ihre 31-jährige Tochter verstorben, weitere Personen wurden schwer verletzt.
Bereits die damaligen Ereignisse haben zu großer Bestürzung auch im Westfälischen Heimatbund geführt. Dass nun ein Vorstandsmitglied des Vereins nach der Erstellung des Gutachtens zum Unglück derart im Fokus steht, ist eine große Belastung für den Betroffenen, aber auch für den Heimatverein, den Stadtteil Freudenbergs und das Ehrenamt an sich.

Der WHB fordert nun ein klares Bekenntnis der Politik zum Ehrenamt. „In fast jeder Neujahrsansprache und in unzähligen Festreden wird zu Recht die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens hervorgehoben“, stellt Matthias Löb fest. „Ich appelliere daher an alle Politikerinnen und Politiker sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger: Lassen Sie uns gemeinsam an einem rechtlichen Rahmen arbeiten, der engagierte Bürger stärkt anstatt sie zu verunsichern. Wenn das Feld hier nur der Justiz überlassen bleibt, mit immer höheren Anforderungen, mit dem Risiko der finanziellen oder gar der strafrechtlichen Haftung, dann sehe ich pechschwarz für die Zukunft des Ehrenamtes!“

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Haltung zeigen – WHB positioniert sich gegen rechtspopulistische Instrumentalisierung des Heimatbegriffs

Aktuell erleben wir immer wieder Versuche einer ideologisch motivierten Vereinnahmung des Heimatbegriffes. Der Westfälische Heimatbund (WHB) grenzt sich deutlich von einer ausschließenden, gar rassistischen Heimatdefinition ab. Wir treten gemäß unserem Leitbild für einen inklusiven, Gemeinschaft stiftenden und einladenden Heimatbegriff ein.

Heimat entsteht dort, wo Würde und Freiheit des einzelnen gewährleistet werden. Sie ist offen, für jene, die zu uns kommen. In diesem Kontext möchten wir auch noch einmal auf die im Sommer 2019 verabschiedete Resolution „Haltung zeigen für Heimat“ hinweisen, in welcher sich die bundesdeutschen Heimatverbände gemeinsam für ein demokratisches, solidarisches und weltoffenes Verständnis von Heimat stark machen.

Heimat ist in der Tat in Gefahr – immer dort, wo sich Anfeindungen gegen Andersdenkende, Andersgläubige und Menschen anderer Herkunft äußern. Sie bedarf engagierter Bürgerinnen und Bürger. Menschen, die im Großen oder im Kleinen Verantwortung übernehmen. An vielen Orten, an denen man aufeinander achtet und sich gegenseitig achtet, entwickeln sich immer wieder neu Gemeinschaft und Gemeinsinn. Heimatarbeit ist Demokratiearbeit im besten Sinne.


Dorfideen mit Weitblick

EIn Kooperationsprojekt von Westfälischem Heimatbund und Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben

Westfalen ist sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben möchten zukunftsfähige Dorfideen mit Weitblick aufspüren und tragfähige Strategien entwickeln. Das Vorhaben wird mit finanzieller Unterstützung von der NRW-Stiftung und der Westfälischen Provinzial Versicherung realisiert. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Ursula Heinen-Esser.

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Zukunft der Dörfer – WHB-Themenschwerpunkt 2020/2021

Westfalen ist ein Landesteil Nordrhein-Westfalens, welcher sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt ist. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Als Dachverband ist es unser Ziel, gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen Beitrag zur Bearbeitung dieser und anderer aktueller Herausforderungen zu leisten.

Heimat bedarf einer wohlüberlegten Gesamtstrategie – für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, für den Erhalt der Lebensqualität vor Ort, für eine aktive Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement spielt hier eine wesentliche Rolle. Denn Heimatakteurinnen und -akteure befassen sich nicht allein mit einem Blick in die Vergangenheit: Sie setzen sich vielfach auf unterschiedliche Weise für Gegenwart und Zukunft ihres Lebensumfeldes ein. Es geht dabei auch um Konzepte für Mobilität und Infrastruktur, Nahversorgung – auch in kultureller Hinsicht, Leerstandsmanagement sowie soziale Treffpunkte. Wir möchten mit unserer Arbeit als Serviceanbieter bürgerschaftliches Engagement unterstützen und regionale Vielfalt erhalten.


Heimat-Puls –

Film zeigt engagierte Heimatarbeit mit jungen Zielgruppen

Beim Westfalentag 2019 in Hattingen zeigte der Westfälische Heimatbund e. V. einen weiteren Kurzfilm aus der Reihe „Heimat-Puls“. Dieser präsentierte anlässlich des WHB-Themenjahres gute Beispiele aus der Heimatarbeit mit jungen Menschen vor Ort.


WHB bietet seinen Mitgliedsvereinen GEMA-Gesamtvertrag

Nutzen Sie die Vorteile des Rahmenvertrags!

Der Westfälische Heimatbund hat für 2019 einen neuen Gesamtvertrag mit der GEMA, Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, abgeschlossen.

Ab sofort können Mitgliedsvereine des Westfälischen Heimatbundes e. V. einen Rabatt von 20 % auf die jeweils gültigen Vergütungssätze der GEMA in Anspruch nehmen. Der Rabatt gilt für die Wiedergabe GEMA-pflichtiger Musik (d. h. urheberrechtlich geschützter Werke, deren Urheberrecht oder andere Schutzrechte durch die GEMA wahrgenommen werden).

Weitere Informationen finden Sie hier.


Lebendiges Heimatnetzwerk

Ihre guten Beispiele im WHB-Blog

Ihre guten Beispiele aus der Heimat-Arbeit in Westfalen haben ein neues Zuhause: im WHB-Blog.

Ergänzend zu unserem Heimatmacher-Newsletter stellen wir hier regelmäßig Ihre impulsgebenden und nachahmenswerten Projekte aus Ihren verschiedenen Tätigkeitsbereichen vor. Die zahlreichen aktiven und kreativen Initiativen sollen ein lebendiges Heimatnetzwerk der Region bilden. Machen Sie uns gerne Vorschläge für unsere Online-Datenbank, damit auch andere Ihre spannende Arbeit kennenlernen.

Der Blog startet mit vier aktuellen Einträgen zu unserem Themenjahr und wird regelmäßig ergänzt. Sie erreichen ihn über unsere Homepage und unter: https://blog.whb.nrw/

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


Service für Mitglieder -

Rahmenvereinbarung zum Versicherungsschutz

Ehrenamtliches Engagement darf nicht zum unkalkulierbaren Risiko für diejenigen werden, die sich aktiv für andere Menschen einsetzen. Als Dachorganisation der westfälischen Heimatvereine hat der WHB für einige Versicherungsarten Rahmenvereinbarungen mit der Westfälischen Provinzial Versicherung getroffen. Danach erhalten Sie als Mitgliedsverein des WHB günstige Konditionen beim Abschluss Ihrer eigenen Vereinsversicherungen. Ansprechpartner sind die örtlichen Geschäftsstellen der Westfälischen Provinzial Versicherung; darüber hinaus stehen in der Hauptgeschäftsstelle in Münster Ansprechpartner zur Verfügung. Über die Kooperation zwischen WHB und Provinzial informiert jetzt ein neuer Flyer.

Flyer zum Herunterladen


Heimat-Puls –

Film zeigt Heimatmacher aus dem Sauerland

Als Gastgeschenk an die lebendige Heimatregion Sauerland präsentierte der Westfälische Heimatbund e.V. beim Westfalentag am 1. September in Brilon einen eigens produzierten Film. Unter dem Titel „Heimat-Puls: Heimat gestalten im Sauerland“ stellt dieser Kurzporträts von fünf exemplarisch ausgewählten Vereinen in der Region vor. Heimat-Puls macht einfach Lust auf Heimatpflege – Schauen Sie selbst!


„App nach draußen“

Wander-App für das Münsterland ist online

Wandern liegt im Trend – es begeistert Junge und Junggebliebene gleichermaßen. Nun präsentiert der Westfälische Heimatbund (WHB) eine neue Smartphone-App „Wanderwege im Münsterland“, die in den Stores von Apple und Google kostenlos erhältlich ist.

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