Tagung „Kleine Museen im Wandel“ am 26. August 2021

analog im Kaiserhaus in Arnsberg-Neheim und digital im Netz

In ganz Deutschland stehen kleine vereinsgetragene Museen vor großen Herausforderungen, die sie aus eigener Kraft meist nicht bewältigen können. Besonders im ländlichen Raum führen der demografische Wandel, unklare Sammlungsprofile, fehlende Depots und nicht mehr zeitgemäße Präsentationsformen zu einem Bedeutungsschwund der Museen und der sie tragenden Vereine.

In einem Kooperationsprojekt möchten LWL-Museumsamt für Westfalen, WHB und Museumslandschaft Hochsauerlandkreis die Vernetzung und Neuausrichtung kleiner Museen fördern. Der Hochsauerlandkreis mit seiner vielfältigen Museumslandschaft dient dabei als regionaler Bezugsrahmen. Aus dieser Region wurden zwei vereinsgetragene Museen, das Museum der Stadt Marsberg und die Pastoren SCHEUNE in Medebach-Düdinghausen, ausgewählt, die zusammen mit den Projektpartnern eine optimierte Dauerausstellung und neue, zielgruppenorientierte Vermittlungsansätze mit Modellcharakter erarbeiten. Zudem werden diese in einem mehrmoduligen Qualifizierungsprogramm in vereinsbezogenen und museumsspezifischen Kompetenzen geschult.

Weitere Impulse wird die am 26. August 2021 im Kaiserhaus in Arnsberg-Neheim stattfindende Tagung der drei Partner geben. Diese arbeiten seit Jahren an der Revitalisierung und Erneuerung der Strukturen und Handlungsformen in diesem Feld und ergänzen sich mit Erfahrung und Expertise. Während der Tagung sollen mit überregionaler fachlicher Beteiligung die wichtigsten musealen Qualitäten, aber auch Problemfelder kleiner Museen herausgearbeitet und Qualifizierungswege eröffnet werden.

Das Projekt wird mit einer Förderung durch die Regionale Kulturpolitik des Landes NRW ermöglicht.

Tagungsprogramm
 

Gefördert vom

WHB-Vorsitzender Matthias Löb, Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler und WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers bei der Buchvorstellung (v.l.); Foto/ WHB

WHB veröffentlicht Leitfaden zum Urheberrecht

Einen Kalender mit historischen Aufnahmen herausgeben oder ein Video von der letzten Vereinsveranstaltung posten, Zeitungsausschnitte für eine Ortschronik nutzen oder Fotos der Museumsexponate online stellen – häufig sind Ehrenamtliche mit dem Urheberrecht konfrontiert. Der Westfälische Heimatbund hat nun gemeinsam mit dem Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler eine praxisnahe Hilfe für die Arbeit engagierter Laien vorgelegt.

Die Publikation „Urheberrecht in der Praxis. Ein Leitfaden für Heimatengagierte“ ist soweit der Vorrat reicht kostenlos über die Geschäftsstelle des WHB erhältlich und steht auch digital zur Verfügung.


Stellenausschreibung beim Westfälischen Heimatbund

für den Fachbereich Wandern

Beim Westfälischen Heimatbund e. V. (WHB) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle zu besetzen als

Referent:in für den Fachbereich Wandern (w/m/d).

Hier gelangen Sie zur Stellenausschreibung.


Corona-Maßnahmen: Für NRW gilt ab 26. Juli Inzidenzstufe 1

Die aktuell gültige Landesinzidenzstufe 1 setzt im gesamten Land verschiedene Schutzmaßnahmen wieder in Kraft. Diese gelteb auch für Kreise und kreisfreie Städte der Inzidenzstufe 0. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem:

  • Generelle Maskenpflicht in Innenräumen
  • Ausnahmen gelten in Stufe 1 bei Veranstaltungen mit festen Sitz- oder Stehplätzen für Geimpfte, Genesene und Getestete.
  • Bei Versammlungen/Veranstaltungen muss wieder die einfache Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden gewährleistet werden.
  • Bei Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen (Sport, Kultur, Bildung o.ä.) und für Freizeiteinrichtungen mit mehr als 2.000 Besuchern/Tag gelten insgesamt die Schutzmaßnahmen der lokalen Inzidenzstufe 1.
  • Volks- und Schützenfeste sind ebenso wie Tagungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden in Innenräumen wieder (bis zum 27. August) untersagt.

Die Landesregierung NRW hat die bestehende Coronaschutzverordnung mit Wirkung ab 23. Juli 2021 angepasst. In Bezug auf Veranstaltungen und Versammlungen gelten Lockerungen weiterhin abhängig von der Inzidenzstufe.

Soweit in dieser Verordnung für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet. Dies gilt nicht für in dieser Verordnung festgesetzte einrichtungsbezogene Personengrenzen pro Quadratmeter oder Kapazitätsbegrenzungen.

Soweit in der Verordnung bestimmte Tätigkeiten, Veranstaltungen, Einrichtungen oder Angebote von einem Negativtestnachweis oder einem negativen Selbsttest abhängen, gilt dies nicht für immunisierte Personen mit entsprechendem Nachweis.

Hinsichtlich Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen - also etwa satzungsmäßig vorgeschriebenen Mitglieder-/Jahreshauptversammlungen - ist Folgendes vorgesehen (Angaben ohne Gewähr):

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 3 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 100 und 50,1):

Zulässig sind Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen

a) mit bis zu 20 Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt werden können,

b) mit bis zu 250 Personen in geschlossenen Räumen oder bis zu 500 Personen im Freien, wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss; vor der Versammlung muss eine Anzeige und bei mehr als 100 teilnehmenden Personen die Vorlage eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes bei der zuständigen Behörde erfolgen.

Die Regelungen zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit und zum Mindestabstand sind bei allen zulässigen Veranstaltungen einzuhalten.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 2 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 50 und 35,1):

Möglich sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse auch in geschlossenen Räumlichkeiten mit bis zu 500 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit.

Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 (7-Tage-Inzidenz stabil unter 35):

Gestattet sind Sitzungen, Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit bis zu 1.000 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit, im Freien auch mit mehr als 1.000 Personen, höchstens aber einem Drittel der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes, mit einfacher Rückverfolgbarkeit und ohne Negativtestnachweis.

In Regionen der Inzidenzstufe 1 können in geschlossenen Räumlichkeiten die Masken bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, und Sportveranstaltungen sowie nicht berufsmäßigen musisch-kulturellen Angeboten und Versammlungen jeweils mit Negativtestnachweisabgenommen werden, wenn jeweils die Regelungen zum Mindestabstand eingehalten werden oder bei zulässigen Ausnahmen vom Mindestabstand die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 ab dem 27. August 2021:

a) Volksfeste nach § 60b der Gewerbeordnung (einschließlich Kirmesveranstaltungen und ähnlichem), Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1 000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept; Veranstaltungen mit mehr als 1 000 teilnehmenden Personen sind nur zulässig, wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 1 oder niedriger gilt,

b) Sitzungen, Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit mehr als 1 000 Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

In Kreisen und kreisfreien Städten sowie für das Land bei Inzidenzstufe 0 (7-Tage-Inzidenz von höchstens 10):

In Regionen der Inzidenzstufe 0 entfallen beispielsweise die Kontaktbeschränkungen. Auch die Einhaltung des Mindestabstands zu anderen Personen wird weitgehend nur noch empfohlen. In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 0 gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske grundsätzlich nur noch in Innenbereichen. Wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 0 gilt, gilt die Maskenpflicht grundsätzlich nur noch im ÖPNV und im Handel und wird ansonsten auch in Innenbereichen lediglich empfohlen. Die Regelung zur Maskenpflicht in Schulen bleibt von den Änderungen unberührt. In vielen Bereichen kann die Verpflichtung der Kontaktdatenerfassung entfallen. Letzteres gilt auch für die Gastronomie.

Hinsichtlich Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen gelten die Regeln für Kulturveranstaltungen - wahlweise Negativtestnachweis oder Sitzplan im Schachbrettmuster mit Abstandsregeln. Auf eine Kontaktnachverfolgung kann verzichtet werden. Soweit mehr als 500 Personen (einschließlich immunisierter Personen) an einer Veranstaltung teilnehmen, gilt dies nur, wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 0 gilt. Bei mehr als 5.000 teilnehmenden Personen (einschließlich immunisierter Personen) ist ein Konzept erforderlich, das einen Negativtestnachweis vorsehen muss.

In der Inzidenzstufe 0 sind auch jene Angebote mit Negativtest und Hygienekonzept zulässig, deren Wiedereröffnung bisher auf den 27. August 2021 festgelegt war (zum Beispiel Volksfeste etc.). Wenn auch für das Land die Inzidenzstufe Null gilt, entfallen dabei sämtliche Beschränkungen. Dies gilt nur mit der Maßgabe, dass sämtliche teilnehmenden Personen über einen Negativtestnachweis verfügen müssen Wenn keine Zugangskontrolle erfolgt, müssen Veranstalter verpflichtend stichprobenhafte Kontrollen durchführen und die Besucher über die Notwendigkeit des Negativtests informieren, zum Beispiel über Aushänge.

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Rüthen-Kallenhardt im Arnsberger Wald, Foto/ Helene Lauk © LWL-Medienzentrum für Westfalen

Engagierte Diskussion über Dorfideen mit Weitblick

Digitales Forum von WHB und Wochenblatt

Am 5. Juli 2021 fand unter dem Titel „Dorfideen mit Weitblick“ das gemeinsame Digital-Forum des Westfälischen Heimatbundes (WHB) und des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben statt. Die zweiteilige Podiumsdiskussion mit Gästen aus Dorf- und Heimatvereinen, Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft befasste sich mit den Themen „Ländliche Räume und bürgerschaftliches Engagement“ sowie „Landwirtschaft zwischen Ressourcenschutz und Wirtschaftlichkeit“. Über einen eigens eingerichteten Internetkanal konnten 70 angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer die informative Debatte live verfolgen.

Nach der Eröffnung durch den WHB-Vorsitzenden Matthias Löb und einem Grußwort der NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser diskutierten die Referentinnen und Referenten über den Wandel ländlicher Räume. Vielerorts in Westfalen werden kreative Konzepte im und für den ländlichen Raum entwickelt und umgesetzt – etwa mit Blick auf soziales Miteinander, Mobilität, Nahversorgung, Digitalisierung oder Kultur. Welche tragfähigen Ideen entstehen in den Dörfern und auf den Höfen für eine nachhaltige Regionalentwicklung? Was läuft gut und wo gibt es aber auch Probleme? Und was braucht es an Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, damit Engagement auf dem Land gelingen kann? Welche Zukunftsperspektive hat die Landwirtschaft zwischen Klimakrise, gesellschaftlichen Erwartungen und Existenzsicherung?

Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des von WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers und Wochenblatt-Redakteur Gisbert Strotdrees moderierten digitalen Forums.

Hier können Sie sich die Filmaufzeichnung ansehen.

Publikation mit vielen Tipps geplant

Die Podiumsdiskussion ist Teil eines Projektes zur Zukunft der Dörfer, das von WHB und Wochenblatt gemeinsam durchgeführt wird, unterstützt von der NRW-Stiftung und der Westfälischen Provinzial Versicherung.

Im Herbst soll eine Handreichung zur Thematik erscheinen. Ebenfalls geplant ist eine gemeinsame Ausstellung zu aktuellen Projekten der „Dorfideen mit Weitblick“.


Denkmäler brauchen Ihre Stimme - Machen Sie mit!

Online-Petition gegen Neufassung Denkmalschutzgesetz NRW

Die Denkmallandschaft in Nordrhein-Westfalen ist in Gefahr. Entgegen einer breiten interdisziplinären und über das Bundesland hinausgehenden Kritik soll die umstrittene Neufassung des Denkmalschutzgesetzes nach dem Wunsch des zuständigen Ministeriums verabschiedet werden.

Künftig steht nicht mehr der Schutz der historischen Bausubstanz im Fokus:
 

  • Nutzung wird – scheinbar um jeden Preis – vor Schutz gestellt.
  • Es droht die Vorfahrt von politisch motivierten und wirtschaftlichen Interessen.
  • Mit der Aushebelung weisungsgebundener Fachlichkeit können leichter Fakten geschaffen und „unbequeme“ Bauten beseitigt werden.
  • Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümer verlieren die Fachkompetenz in der Beratung rund um Nutzungskonzepte, Steuerfragen und Fördermittel.
  • Bestimmte Denkmalgruppen wie jene im kirchlichen Besitz werden privilegiert. Dies widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Es drohen unwiederbringliche Verluste an ortsbildprägenden Gebäuden und damit an wichtigen Zeugnissen unserer Kultur. Der Westfälische Heimatbund setzt sich gemeinsam mit den weiteren Akteuren im Denkmalschutz-Bündnis NRW dafür ein, dies zu verhindern.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat eine Online-Petition gestartet.

Wir freuen uns über die große Zahl der Menschen, die bereits seit dem Start der Petition Stellung bezogen haben. Auch viele unserer Mitglieder haben sich bereits klar positioniert. Dafür möchten wir Ihnen sehr herzlich danken. In einer Vielzahl von Kommentaren ist deutlich geworden, wie wichtig echter Denkmalschutz ist. Und das Denkmalschutzbündnis-NRW sammelt weiter! Bitte unterstützen Sie die Aktion auch, indem Sie weitere Denkmalfreundinnen und -freunde auf die Aktion aufmerksam machen. Nutzen Sie Ihre Mitsprachemöglichkeit und helfen Sie mit Ihrer Unterschrift – damit unser baukulturelles Erbe in NRW eine Zukunft hat.
 

Hier geht es zur Petition!


Westfälischer Heimatbund bezieht Position

zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft"

Am 17. März 2021 hat der Verwaltungsrat des Westfälischen Heimatbundes das Positionspapier „Den Dorfwettbewerb neu denken – Baustein einer vernetzten Strukturpolitik für ländliche Räume“ verabschiedet.

Wenn man dem Dorfwettbewerb weiterhin eine Bedeutung geben will, sollte man ihn als ein Element für die Entwicklungsfähigkeit der Dörfer und damit als einen Baustein der Strukturpolitik für die ländlichen Räume begreifen. Der Dorfwettbewerb wird nur dann effektiv und überlebensfähig sein, wenn er den endgültigen Wechsel vom „Blümchenwettbewerb“ zum Wettbewerb des zugleich innovativen wie nachhaltigen ländlichen Raumes schafft.

Das Instrument des Dorfwettbewerbs kann die Chance eines auf Nachhaltigkeit angelegten Entwicklungsprozesses bieten, in dem Eigenverantwortung und Selbstgestaltung des direkten Umfeldes durch die Betroffenen praktiziert werden.

Die Forderungen des WHB:

  • Evaluation des Dorfwettbewerbes,
  • Dorfwettbewerb als Element der Strukturpolitik verstehen und ausbauen,
  • Neuressortierung des Wettbewerbes,
  • Finanzierung attraktiver und nachhaltiger gestalten,
  • Kriterien aktualisieren und neu gewichten, Punktesystem flexibilisieren,
  • Unterstützungsstrukturen etablieren und stärken,
  • verbesserte Nachbetreuung und Prozessbegleitung nach dem Wettbewerb,
  • Vernetzung und Informationsaustausch verbessern,
  • Abstimmung mit vorhandenen Förderprogrammen und Wettbewerben zur Dorfentwicklung.

WHB-Positionspapier „Den Dorfwettbewerb neu denken – Baustein einer vernetzten Strukturpolitik für ländliche Räume“


Matthias Löb, WHB-Vorsitzender Foto/ LWL

Bundeskongress Heimat 2021 diskutierte über Baukultur

NRW-Heimatverbände waren Gastgeber

Der dritte Bundeskongress Heimat fand am 7. und 8. Juni 2021 online statt. Im Zentrum der öffentlichen Konferenz des Bundes Heimat und Umwelt in Deutschland stand die Bedeutung von Baukultur. Gastgeber waren der Westfälische Heimatbund, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz sowie der Lippische Heimatbund.

Der Verein Windmühle Exter e. V. kümmert sich um die Holländermühle bei Vlotho-Exter und betreibt das technische Denkmal als Schaumühle. Foto/ Elvira Leisler @ LWL-Medienzentrum für Westfalen

Welchen Stellenwert haben Baukultur und Denkmäler heute? Wie können Politik und Öffentlichkeit dafür sensibilisiert werden? Wie sehen intelligente Umnutzungen von Gebäuden aus? Wie begeistert man Menschen generationenübergreifend für die Thematik? Welche Rolle spielen Bestandsbauten im Hinblick auf den Klimaschutz und wie kann ressourcenschonendes Bauen gelingen? Welche Rolle kommt dem zivilgesellschaftlichen Einsatz für ortsbildprägende Gebäude zu? Diese und weitere Fragen wurden in interdisziplinär besetzten Gesprächsrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verbänden und Netzwerken, Fachämtern wie bürgerschaftlichem Engagement per YouTube-Livestream diskutiert.

Seit Jahren engagiert sich der Werburg-Verein Spenge für das Werburg-Ensemble – eine ehemalige Wasserburganlage -, die heute als außerschulischer Lernort und kultureller Treffpunkt beliebt ist. Foto/ Andreas Lechtape/ WHB

Diesjähriger Schirmherr war Bundesinnenminister Horst Seehofer. Begrüßt wurden die Kongressteilnehmenden unter anderem von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, NRW-Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach und dem Präsidenten der INGO-Konferenz beim Europarat Dr. Gerhard Ermischer. WHB-Vorsitzender Matthias Löb hielt den Einführungsvortrag.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und kann unter YouTube abgerufen werden:

Programm Tag 1

Programm Tag 2


Neue WHB-Handreichungen erschienen

„Jung und engagiert“ sowie „Heimat für alle“

Mit den zwei neuen Handreichungen „Heimat für alle – Engagement für Integration“ sowie „Jung und engagiert – Heimat für morgen gestalten“ möchte der WHB Akzente für bürgerschaftlich Engagierte und ein interessiertes Fachpublikum auf den Gebieten junge Zielgruppen sowie Integration im Rahmen einer modernen Heimatarbeit setzen.

Junge Menschen auf der Basis von Teilhabe und der Erfahrung von Selbstwirksamkeit für die Besonderheiten ihrer nahen Umgebung zu begeistern, ist eine der zentralen Langzeitaufgaben der Heimatbewegung. Zudem können Heimatakteurinnen und -akteure als Brückenbauer daran mitwirken, Menschen unterschiedlicher Herkunft Beheimatung zu ermöglichen. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement hat großes integratives Potential.

Die vorliegenden Handreichungen bieten fachlichen Input, Interviews, eine Auswahl impulsgebender Projekte sowie einen kompakten Servicepart mit vielen praxisorientierten Tipps und Hinweisen etwa zu Vernetzung, Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsangeboten.

Der WHB dankt in Bezug auf die Publikation „Heimat für alle“ der Diakonie RWL als Kooperationspartner und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW für die fachliche Unterstützung. Überdies dankt der WHB in Bezug auf die Publikation „Jung und engagiert“ der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung NRW“ als einem der Kooperationspartner im WHB-Themenjahr 2019. Der WHB wird finanziell gefördert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Die Handreichungen stehen in gedruckter Form kostenlos zur Verfügung. Unseren Mitgliedern werden diese in Kürze postalisch zugesandt. Die Handreichung "Jung und engagiert – Heimat für morgen gestalten" ist zudem kostenlos digital zugänglich.

 

 

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Für jeden das richtige Ehrenamt finden

WHB neuer Partner des „Ehrenamt-Checks“

Die Onlineplattform www.ehrenamtcheck.de bietet ein neues, zusätzliches Angebot. Ab sofort finden Interessierte unter den verschiedenen Ehrenämtern, die zu ihren Interessen und Stärken passen, auch den Westfälischen Heimatbund als Dachverband der Heimatakteurinnen und -akteure in Westfalen.

Möglich wird dies durch eine Kooperation von WestLotto mit dem WHB. Mit der Onlineplattform ehrenamtcheck.de möchte WestLotto sowohl die gesellschaftlichen Träger in NRW unterstützen als auch den Bürgerinnen und Bürgern eine erste digitale Orientierung beim Thema Ehrenamt bieten. Für viele Organisationen und Vereine ist der Ehrenamt-Check bereits ein wertvoller Baustein bei der Suche nach freiwilligen Unterstützern.

Sowohl optisch als auch in seiner Funktionalität ist das Angebot auf die Bedürfnisse der jüngeren Zielgruppe zugeschnitten. Mit wenigen Klicks können die User hier herausfinden, welcher Ehrenamtstyp sie sind. Dabei spielen persönliche Stärken und Fähigkeiten ebenso eine Rolle wie individuelle Wünsche. Wichtige Fragen sind beispielsweise, wie viel Zeit jemand investieren und mit welchen Menschen er oder sie gerne zusammenarbeiten möchte. Mit wissenschaftlicher Unterstützung der RWTH Aachen wurden sieben verschiedene Typen definiert – von der Organisatorin bis zum Macher. Wer sich in einem dieser Typen wiederfindet, bekommt nicht nur passende Ehrenämter angezeigt, sondern auch mögliche Organisationen und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern.

Der Ehrenamt-Check ist eine Aktion im Rahmen des Lotto-Prinzips, durch das 40 Prozent der Lotterieeinsätze über den Landeshaushalt an das Gemeinwohl verteilt werden.


Dorfideen mit Weitblick

EIn Kooperationsprojekt von Westfälischem Heimatbund und Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben

Westfalen ist sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben möchten zukunftsfähige Dorfideen mit Weitblick aufspüren und tragfähige Strategien entwickeln. Das Vorhaben wird mit finanzieller Unterstützung von der NRW-Stiftung und der Westfälischen Provinzial Versicherung realisiert. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Ursula Heinen-Esser.

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Zukunft der Dörfer – WHB-Themenschwerpunkt 2020/2021

Westfalen ist ein Landesteil Nordrhein-Westfalens, welcher sowohl durch ländliche als auch durch urbane Räume geprägt ist. Auch hier sind, durchaus mit regionalen Unterschieden, Entwicklungen wie Landflucht und strukturelle Umbrüche in den Dörfern und Ortsteilen zu verzeichnen. Auf verschiedenen Ebenen wird nach Antworten auf diese Phänomene gesucht. Als Dachverband ist es unser Ziel, gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen Beitrag zur Bearbeitung dieser und anderer aktueller Herausforderungen zu leisten.

Heimat bedarf einer wohlüberlegten Gesamtstrategie – für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, für den Erhalt der Lebensqualität vor Ort, für eine aktive Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement spielt hier eine wesentliche Rolle. Denn Heimatakteurinnen und -akteure befassen sich nicht allein mit einem Blick in die Vergangenheit: Sie setzen sich vielfach auf unterschiedliche Weise für Gegenwart und Zukunft ihres Lebensumfeldes ein. Es geht dabei auch um Konzepte für Mobilität und Infrastruktur, Nahversorgung – auch in kultureller Hinsicht, Leerstandsmanagement sowie soziale Treffpunkte. Wir möchten mit unserer Arbeit als Serviceanbieter bürgerschaftliches Engagement unterstützen und regionale Vielfalt erhalten.


Heimat-Puls –

Film zeigt engagierte Heimatarbeit mit jungen Zielgruppen

Beim Westfalentag 2019 in Hattingen zeigte der Westfälische Heimatbund e. V. einen weiteren Kurzfilm aus der Reihe „Heimat-Puls“. Dieser präsentierte anlässlich des WHB-Themenjahres gute Beispiele aus der Heimatarbeit mit jungen Menschen vor Ort.


Lebendiges Heimatnetzwerk

Ihre guten Beispiele im WHB-Blog

Ihre guten Beispiele aus der Heimat-Arbeit in Westfalen haben ein neues Zuhause: im WHB-Blog.

Ergänzend zu unserem Heimatmacher-Newsletter stellen wir hier regelmäßig Ihre impulsgebenden und nachahmenswerten Projekte aus Ihren verschiedenen Tätigkeitsbereichen vor. Die zahlreichen aktiven und kreativen Initiativen sollen ein lebendiges Heimatnetzwerk der Region bilden. Machen Sie uns gerne Vorschläge für unsere Online-Datenbank, damit auch andere Ihre spannende Arbeit kennenlernen.

Der Blog startet mit vier aktuellen Einträgen zu unserem Themenjahr und wird regelmäßig ergänzt. Sie erreichen ihn über unsere Homepage und unter: https://blog.whb.nrw/

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


Heimat-Puls –

Film zeigt Heimatmacher aus dem Sauerland

Als Gastgeschenk an die lebendige Heimatregion Sauerland präsentierte der Westfälische Heimatbund e.V. beim Westfalentag am 1. September in Brilon einen eigens produzierten Film. Unter dem Titel „Heimat-Puls: Heimat gestalten im Sauerland“ stellt dieser Kurzporträts von fünf exemplarisch ausgewählten Vereinen in der Region vor. Heimat-Puls macht einfach Lust auf Heimatpflege – Schauen Sie selbst!