AKTUELLES


André Kuper, Präsident des Landtags, mit Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Dr. Silke Eilers, Westfälischer Heimatbund, und Jochen Beuckers, Engagierte Städte NRW Foto/ Andrea Bowinkelmann

Netzwerk bürgerschaftliches Engagement NRW ist einzigartig

Festakt zur Gründung im Landtag

Bereits mehr als 60 Mitglieder aus Sport und Kultur, Wohlfahrtspflege, Kirchen sowie Stiftungen, Kommunen und Politik hat das Netzwerk bürgerschaftliches Engagement NRW (NBE NRW). Am 7. September 2022 wurde das Netzwerk mit einem Festakt im Landtag Nordrhein-Westfalen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, begrüßte die knapp 120 Teilnehmenden im Plenarsaal: „Das Netzwerk zeigt in beeindruckender Weise, wie vielfältig und fest verwurzelt Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Nordrhein-Westfalen sind. Es bringt Menschen und ihre Stärken zusammen, bündelt Interessen und bereitet den Boden für Innovationen und Ideen. Der Landtag wird den weiteren Austausch begleiten, wann immer es erforderlich ist.“

Anschließend sprach die Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, über den Wert des Ehrenamts und die Unterstützung des Landes für das Netzwerk: „Das NBE NRW kann als Brückenbauer und Bindeglied fungieren. Es wird dazu beitragen, die Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam umzusetzen und weiterzuentwickeln. Dabei wird die engere Vernetzung sowie Bündelung gemeinsamer Interessen auch die Arbeit der lokalen Vereine, Initiativen und Engagierten stärken.“

Für das Team der Sprecherinnen und Sprecher des NBE NRW betonten Dr. Silke Eilers, Westfälischer Heimatbund, und Jochen Beuckers, Netzwerk Engagierte Städte NRW: „Das NBE NRW will das Netzwerk der Netzwerke und Sprachrohr für die Engagierten im Land sein. Es ist durch seine unterschiedlichen Mitglieder breit und vielfältig aufgestellt. Mit diesem Netzwerk wollen wir das bürgerschaftliche Engagement in Nordrhein-Westfalen weiter voranbringen und die Engagementstrategie für das Land mit Leben füllen.“

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Cover der Publikation „Dorfideen mit Weitblick – zur Zukunft der ländlichen Räume“ Grafik/ Martin Brombacher, Foto/ Helene Lauk © LWL-Medienzentrum für Westfalen

Eröffnung der Wanderausstellung

„Dorfideen mit Weitblick – zur Zukunft der ländlichen Räume“ in Höxter

Lebendige Dörfer – dafür sind pfiffige Köpfe und Menschen mit Anpackermentalität gefragt. Gerade aus dem Ehrenamt heraus entstehen vielfach gute Ansätze, um Perspektiven für die Lebensqualität vor Ort und die Sicherung von Daseinsvorsorge zu schaffen. Unter dem Titel „Dorfideen mit Weitblick – zur Zukunft der ländlichen Räume“ präsentiert der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) in Kooperation mit dem Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben ab Montag, 29. August eine Wanderausstellung zu diesem Thema.

„Dorfideen mit Weitblick – hierbei geht es uns nicht um romantisierende Bilder einer Landidylle, sondern um die Potentiale ländlicher Räume als multifunktionale Orte der Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit. Dass dies alles andere als nur eine Vision ist, zeigen bedarfsgerechte Projekte und Initiativen in der Region, die häufig von bürgerschaftlichem Engagement getragen sind“, so WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers. „Die Konzepte reichen von der Umnutzung einer Dorfkirche bis zur umfassenden Digitalisierung, von der ehrenamtlich betriebenen Dorfkneipe bis zum Heimatmuseum, das auch als ein Zentrum musisch-künstlerischer Bildung dient.“

  • Streuobstweide in Multhöpen – Der Heimatverein Ottenhausen e. V. setzt sich für den Erhalt von rund 40 ha Natur- und Kulturlandschaft ein. Foto/ Frank Grawe

  • Rund um eine Kneippanlage hat der Förderverein Godelheim e. V. ein kleines Naherholungsgebiet geschaffen.
    Foto/ Daniel Hartmann

  • Das von dem Verein Oberschledorn Aktiv e. V. betriebene KUMA im Medebacher Ortsteil Oberschledorn beherbergt ein Museum, Platz für Ausstellungen, eine Kreativwerkstatt und ein Café.
    Foto/ Sabrina Hellwig

  • Der Verein Dorf aktiv e. V. hat in St. Vit, einem lebendigen Dorf im Westen von Rheda-Wiedenbrück, ein ehemaliges Küsterhaus zu einem Ort der Begegnung werden lassen.
    Foto/ Gisbert Strotdrees

  • Der St. Josefsvereins Holtum e. V. hat die Kirche St. Agatha in Holtum zu einer Meditationskirche umgestaltet.
    Foto/ Gisbert Strotdrees

„Die Vielfalt der Projekte in den Dörfern Westfalens und das dahinterstehende starke Engagement haben uns schon bei unseren Recherchen sehr beeindruckt“, betont Patrick Liste, Chefredakteur des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben in Münster. „Dass die Beispiele aus der Publikation zum Projekt jetzt in dieser Ausstellung präsentiert werden können und durch Westfalen ,wandern‘, freut uns sehr. Die 13 Roll-ups vermitteln noch einmal einen ganz besonderen Eindruck von den ländlichen Projekten und können anderen Vereinen und Initiativen in Westfalen Impulse geben, vielleicht ermuntern sie sogar auch zum Nachahmen.“

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Sichtbar werden mit Social Media und Webseite

Digitale Handreichungen ergänzen Serviceangebot des WHB

Viele Menschen suchen im Internet nach Information und Unterhaltung. Umso wichtiger ist es, die Potentiale des digitalen Raums zu nutzen, um bürgerschaftliches Engagement für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dazu hat der WHB neben Erklärfilmen zu den Themen Webseiten und Soziale Netzwerke nun auch zwei Handreichungen veröffentlicht – und zwar digital.

Schritt für Schritt erklären die beiden Leitfäden Heimatengagierten, wie sie auf dem Weg zum eigenen Social-Media-Kanal oder zur Vereinswebseite vorgehen. In den Veröffentlichungen hat der WHB Basiswissen, Tipps und Links zusammengestellt. Ehrenamtliche finden in den PDF-Dokumenten aber auch Arbeitsvorlagen zum Ausfüllen. Diese sollen helfen, Ideen zu entwickeln und die eigenen Überlegungen zu strukturieren. Wer mit den digitalen Handreichungen arbeiten möchte, kann sie herunterladen und mit Hilfe kostenloser Programme wie zum Beispiel „Acrobat Reader DC“ beschreiben, markieren und kommentieren.

Digitale Handreichung „Webseiten Aufbau – ein Leitfaden zum Einstieg für Heimatengagierte“ herunterladen

Digitale Handreichung „Social Media – ein Leitfaden zum Einstieg für Heimatengagierte“ herunterladen

Die digitalen Handreichungen entstanden im Rahmen des Programms „100xDigital“ und wurden durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gefördert.


Andrea Evers, FreiwilligenAkademie, und Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des WHB (v.l.). Foto: FreiwilligenAkademie

Freiwillig Engagierte in digitalen Fragen unterstützen

Workshop-Reihe von Westfälischem Heimatbund und FreiwilligenAgentur Münster

Die FreiwilligenAkademie der FreiwilligenAgentur Münster bietet Workshops, Austauschformate und Seminare zu Themen rund um das Ehrenamt an. Kooperationspartner ist auch in diesem Jahr wieder der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB), Dachverband der Heimat-, Bürger- und Kulturvereine in Westfalen, und zwar im Themenfeld "Digitalisierung im Ehrenamt".

"Zu einem zukunftssicheren Vereinsleben gehört auch die aktive Gestaltung der Digitalisierung. Die große Herausforderung liegt oftmals darin, die Potenziale des digitalen Raums für die eigene Sache optimal zu nutzen", so Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des WHB. "Es braucht praxisnahe Lösungen. Erforderlich ist dafür eine zielgerichtete Beratung, die Vermittlung von Kompetenzen und Vernetzung." Dazu zählen etwa auch entsprechende Fortbildungen mit kompetenten Partnern.

Die FreiwilligenAkademie hat passende Veranstaltungen im Programm und stimmt sich mit den Partnerorganisationen ab. "Die fortschreitende Digitalisierung hat auch für den Non-Profit-Bereich eine hohe Relevanz. Sozial-, Sport- oder Kulturvereine profitieren von dem Angebot genauso wie Heimatvereine oder Umweltorganisationen", ergänzt Andrea Evers von der FreiwilligenAkademie. Gemeinsames Ziel sei es, Vereine und Organisationen fit zu machen für die unterschiedlichen aktuellen Herausforderungen und sie bestmöglich zu unterstützen.

Die Reihe "Digitalisierung im Ehrenamt" umfasst mehrere Veranstaltungen, für die ausgewiesene Expertinnen und Experten gewonnen werden konnten. Zwei der Veranstaltungen sind Kooperationen von Westfälischem Heimatbund und FreiwilligenAgentur: Am 6. September 2022 referiert Christina Quast zum Thema "Digitale Veranstaltungen - Innovative und interaktive Formate". Katharina Mosene informiert am 27. Oktober 2022 über die Online-Zusammenarbeit in Vereinen und Organisationen. Beide Workshops finden digital statt.

Interessierte können sich schon jetzt per Formular bei der FreiwilligenAgentur Münster zu den kostenlosen Online-Veranstaltungen anmelden: http://www.freiwilligenagentur-muenster.de.


Hannes Wader; Foto/ Manfred Pollert

Rottendorf-Preis für Hannes Wader

Die Rottendorf-Stiftung verleiht auf Vorschlag des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB) den Rottendorf-Preis 2022 für Verdienste um die niederdeutsche Sprache an Hannes Wader.

Mit seiner Entscheidung würdigt der Rottendorf-Ausschuss im Westfälischen Heimatbund „den mutigen, kompromisslosen und vorurteilsfreien Umgang mit der niederdeutschen Sprache“ im Werk des Liedermachers.

Mit seiner LP „Plattdeutsche Lieder“ (1974) habe Hannes Wader entscheidend dazu beigetragen, das Niederdeutsche aus dem angestammten „Heimat-Milieu“ zu befreien und es in neuen Kreisen gesellschaftsfähig zu machen. Auch in seiner Autobiografie „Trotz alledem. Mein Leben“ (2019) setze Wader dem Plattdeutschen, der Umgangssprache seines Elternhauses, ein persönliches Denkmal.

Hannes Wader wurde 1942 in Bethel bei Bielefeld in einfachsten Verhältnissen geboren. Seine Auftritte auf der Burg Waldeck machten ihn in den 1960er-Jahren einem größeren Publikum bekannt. Er gehörte gemeinsam mit Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt und Hanns Dieter Hüsch zu den prominentesten Mitgliedern einer neuen deutschen Liedermacherszene. Neben seinen gesellschaftskritischen und dennoch lyrischen und poetischen Liedern widmete sich Wader in den 1970er-Jahren dem damals verpönten Volkslied. Nach 50 Jahren beendete er 2017 sein Tournee-Leben. 2013 wurde er mit dem ECHO-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet, es umfasst 37 Studio- und Live-Alben. 2019 erschien seine Autobiografie „Trotz alledem. Mein Leben“.

Hintergrund:

Der Rottendorf-Preis für Verdienste um die niederdeutsche Sprache ist nach dem westfälischen Schriftsteller und Unternehmer Andreas J. Rottendorf benannt und wird von der gleichnamigen Stiftung alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Heimatbund e. V., Dachverband für rund 600 Heimat-, Bürger- und Kulturvereine in Westfalen, verliehen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.


Foto/ LWL/Kapluggin

Der neue WHB-Vorsitzende

Grußbotschaft von Dr. Georg Lunemann

Gerne möchte ich mich Ihnen auf diesem Wege als neuer Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB) vorstellen.

Ich freue mich sehr, dass mich der Verwaltungsrat des Verbandes am 22. März 2022 in diese Funktion gewählt hat. Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe ab dem 1. Juli für die kommenden vier Jahre zu übernehmen.

Mein Vorgänger als WHB-Vorsitzender wie auch als Direktor des LWL, Matthias Löb, hat das Ehrenamt im Westfälischen Heimatbund in den letzten acht Jahren neben seinem Hauptamt und anderen Verpflichtungen mit besonderem Einsatz und sehr viel Begeisterung für das vielfältige bürgerschaftliche Engagement in der Region ausgeübt.

Sie können versichert sein, dass auch mir Ihr Wirken für Kultur, Natur und lebenswerte Orte ein besonderes Anliegen ist. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Ihnen, den Gremien und der WHB-Geschäftsstelle möchte ich für die Bedarfe der Heimatbewegung auf unterschiedlichen Ebenen eintreten. Als waschechter Westfale, aus Olfen stammend und heute in Münster ansässig, sind mir die Belange der Region und ihrer Menschen sehr wichtig.

Beruflich war ich zunächst Offizier bei der Bundeswehr, im Anschluss von 1998 bis 2010 beim LWL in unterschiedlichen Positionen, zuletzt als Leiter der Kämmerei. Von 2010 bis 2015 war ich Stadtkämmerer in Gelsenkirchen. Neben den Finanzen gehörten auch Personal, Organisation, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu meinem Aufgabenbereich. Danach zog es mich zurück zum LWL, wo ich als Kämmerer und Vize-Chef des Verbandes bis zum 30. Juni tätig war. Nun bekleide ich das Amt des Landesdirektors. Der LWL übernimmt mit mehr als 200 Einrichtungen und über 19.000 Beschäftigten als Kommunalverband die Aufgaben für alle Städte und Kreise in Westfalen-Lippe, die die Kommunen nicht alleine leisten können.

Mir ist bewusst – gemeinnütziges Engagement ist für unsere Gesellschaft essentiell. In kleinen Gemeinden, aber auch in großen Städten würde ohne diese freiwillige Tätigkeit vieles nicht funktionieren. Das erleben wir auch in Westfalen. Es braucht gute Rahmenbedingungen, Wertschätzung und Unterstützung für ein gelingendes Ehrenamt. Dafür möchte ich mich persönlich stark machen.

Der WHB hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen Dienstleister entwickelt, der überdies in seiner Sprachrohrfunktion Wahrnehmung bis auf die Landes- und Bundesebene gefunden hat. Die bewährte Arbeit gilt es fortzusetzen und den Verband weiter zu stärken.

Das Themenspektrum ist wie auch Ihre Arbeit vor Ort breit, zu den relevanten Inhalten werden jedoch sicherlich die Gestaltung der digitalen Transformation, Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels wie auch Beiträge zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse gehören. Um das Ehrenamt zukunftsfest aufzustellen, möchte ich mich insbesondere auch für eine weitere Verbesserung von Strukturen aussprechen. Hier sind u. a. die Stichworte Entbürokratisierung und rechtliche Rahmenbedingungen zu nennen.

Auf eine gute Kooperation und viele interessante Begegnungen!

Ihr Dr. Georg Lunemann


Einstieg erklärt!

WHB-Erklärfilme über Soziale Netzwerke und Webseitenaufbau online

Nachdem die WHB-Erklärfilme auf dem Westfalentag 2022 ihre Premiere feierten, sind die Kurzvideos nun auch auf dem YouTube-Kanal des WHB online. Die zwei Clips zeigen passend zum Themenjahr „Lernen aus der Pandemie – Ehrenamt und Digitalisierung“, wie Vereinen der Einstieg in Soziale Netzwerke und der Aufbau einer eigenen Webseite gelingen kann. Dazu nehmen sie Interessierte mit in das fiktive westfälische Dorf Elkentrup. Durch die Videos führen die erfundenen Mitglieder des Heimatvereins Elkentrup. Zusammen finden sie heraus, welche Schritte auf dem Weg zum eigenen Social-Media-Kanal oder zur eigenen Webseite vor Vereinen liegen.

Zum YouTube-Kanal des WHB geht es hier.

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Der frisch gewählte Vorstand des Fördervereins. Foto/ ISI

Förderverein für das Netzwerk bürgerschaftliches Engagement NRW gegründet

In der Engagementstrategie für das Land NRW ist die Schaffung eines Landesnetzwerks für bürgerschaftliches Engagement vorgesehen. Nach erfolgreicher Einrichtung des Netzwerks bürgerschaftliches Engagement NRW (NBE NRW) im Dezember 2021 wurde nun am 3. Juni 2022 der Förderverein für das NBE NRW gegründet. Dazu traf sich das Sprecher*innen-Team des NBE NRW in Hagen. Der Förderverein soll die Arbeit im Netzwerk begleiten und operativ unterstützen. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt beim Amtsgericht Düsseldorf.  

Der WHB ist Gründungsmitglied des Netzwerkes und durch WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers im Sprecher*innen-Team sowie im Vorstand des Fördervereins vertreten.


WHB-Vorsitzender Matthias Löb eröffnet den Westfalentag. Foto/ WHB/Jürgen Appelhans

Westfälischer Heimatbund diskutierte beim Westfalentag in Arnsberg

über digitales Engagement

Wie haben die Pandemie und der damit einhergehende Digitalisierungsschub das Ehrenamt verändert? Wie kann der digitale Wandel aktiv gestaltet werden? Was sind gelingende Strategien, um freiwilliges Engagement zukunftsfest aufzustellen? Mit diesen Fragen hat sich am vergangen Samstag, 21. Mai, der 65. Westfalentag des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB) im Sauerland-Theater in Arnsberg befasst.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Dachverbandes für rund 600 Heimat-, Bürger- und Kulturvereine sowie 700 ehrenamtliche Heimatpflegerinnen und -pfleger eröffnete der Vorsitzende des Westfälischen Heimatbundes, Matthias Löb, den Westfalentag. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern nützliches Werkzeug, das Potentiale für Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsmanagement bietet.

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  • Würdigung für 100 Jahre Heimatarbeit: WHB-Vorsitzender Matthias Löb überreicht eine Ehrenurkunde an die Vertreter des Arnsberger Heimatbundes Torsten Kapteiner (2. Vorsitzender) und Werner Bühner (Vorsitzender) (v.l.). Foto/ WHB/Jürgen Appelhans

  • Impulse für das Engagement: Gesprächsrunde mit Ulrike Petzold, Geschäftsführende Vorständin Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland e. V. (DAKU), Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, und WHB-Geschäftsführerin Dr. Silke Eilers (v.l.) Foto/ WHB/Jürgen Appelhans

  • Das vielfältige Exkursionsprogramm stieß auf reges Interesse. Foto/ WHB/Jürgen Appelhans


Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Harzenetter, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden, Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes e. V., Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat für den Kreis Coesfeld und Dr. Holger Mertens, Landeskonservator für Westfalen-Lippe. Foto: LWL/Thorsten Arendt

"Engagiert für die Zukunft"

Denkmal- und Heimatakteure tagen zum Ehrenamt in der Denkmalpflege

Am Sonntag (15.5.) hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit dem Westfälischen Heimatbund e. V. und der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL) den bundesweiten 88. Tag für Denkmalpflege gefeiert. Unter dem Themenschwerpunkt "Engagiert für die Zukunft: Ehrenamt in der Denkmalpflege" kamen rund 100 Interessierte aus Vereinen, Politik und Denkmalpflege im Erbdrostenhof in Münster zusammen und diskutierten den Stellenwert bürgerschaftlichen Engagements in der heutigen und zukünftigen Gesellschaft.

Die Veranstaltung, organisiert von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, ist zugleich Auftakt der Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, die nach 17 Jahren wieder in Westfalen-Lippe zu Gast ist und sich noch bis Mittwoch (18.5.) "Zukunftsfragen" widmet.

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Der Verwaltungsrat wählte Dr. Georg Lunemann (links) zum neuen Vorsitzenden des WHB. Er wird Nachfolger von Matthias Löb (rechts). Wiedergewählt wurden die stellvertretende Vorsitzende Birgit Haberhauer-Kuschel (2 v. l.) und Vorstandsmitglied Dieter Tröps. Foto: WHB

Dr. Georg Lunemann wird neuer Vorsitzender

des Westfälischen Heimatbundes

Der Verwaltungsrat des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB) hat in seiner Sitzung am 22. März 2022 in Münster einstimmig den 54-jährigen Dr. Georg Lunemann aus Olfen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Lunemann, der am 1. Juli die Nachfolge von Matthias Löb als Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe antritt, wird dann auch an der Spitze des WHB stehen. Traditionell übernimmt der jeweilige Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) dieses Ehrenamt als besonderes Bekenntnis des Kommunalverbandes zum bürgerschaftlichen Engagement in Westfalen. Der Westfälische Heimatbund, der 1915 gegründet wurde, ist heute Dachverband für rund 570 Heimat-, Bürger- und Kulturvereine. Er vertritt ca. 130.000 heimatverbundene Menschen in der Region.

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Gemeinsam bürgerschaftliches Engagement für Kultur stärken –

Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland und Westfälischer Heimatbund kooperieren

Um das kleine Museum im Dorf zu unterstützen, die Bibliothek zu erhalten oder das Theater in der Stadt zu restaurieren, setzen sich Bürgerinnen und Bürger bundesweit ehrenamtlich in Kulturfördervereinen ein, wozu auch Heimat- und Bürgervereine sowie Dorfinitiativen zählen, welche tatkräftig für kulturelle Einrichtungen und Projekte eintreten. Sie bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen ein, wirken auf ideelle und finanzielle Weise. Auch Westfalen zeichnet sich durch ein vielfältiges bürgerschaftliches Engagement für die Kultur aus.

Um diesen Einsatz für das Gemeinwohl und die kulturelle Daseinsvorsorge nachhaltig zu stärken, arbeiten der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB), Dachverband für rund 130.000 in der Heimatarbeit Engagierte in der Region, und der DAKU Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland e. V., künftig enger zusammen.

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Dorfideen mit Weitblick –

Westfälischer Heimatbund und Landwirtschaftsverlag veröffentlichen neue Handreichung

Leben auf dem Land – das ist wieder richtig sexy. Nach jüngeren Umfragen möchte die Mehrzahl der Menschen in Deutschland in Dörfern oder Kleinstädten leben. Dabei sind jenseits der Idylle die durchaus vorhandenen Problemfelder in ländlichen Räumen keineswegs neu, sondern schon seit längerem bekannt: es gibt eben kein 3G an jeder Milchkanne, die ärztliche Versorgung wird abgebaut, der nächste Supermarkt ist kilometerweit entfernt und die Busverbindung fehlt. Hier sind gute Konzepte und echte Anpacker gefragt.

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Handreichung zum Herunterladen


Westfalen-Akademie

Neue Internetseite online!

Bereits seit über einem Jahr nehmen zahlreiche bürgerschaftlich Engagierte regelmäßig an den Fortbildungen der Westfalen-Akademie teil. Nun können sie sich über das Programm auf der neuen Website der Westfalen-Akademie informieren und dort auch direkt zu den Veranstaltungen anmelden.

Das Kooperationsprojekt zwischen dem Westfälischen Heimatbund e. V., der Stiftung Westfalen-Initiative und der lagfa NRW e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, Freiwillige und gemeinnützige Organisationen im westfälischen Raum und darüber hinaus durch gezielte Qualifizierungen in allen für das Ehrenamt wichtigen Kompetenzbereichen zu fördern und zu unterstützen.

Allein in 2021 haben etwa 1.300 Engagierte dieses Angebot wahrgenommen.

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Akademie finden Sie unter: www.westfalen-akademie.nrw

Die Westfalen-Akademie ist ein gemeinsames Projekt von:


WHB-Themenjahr 2022

Lernen aus der Pandemie - Ehrenamt und Digitalisierung

Freiwilliges Engagement, gerade auch in Vereinsstrukturen, steht vor wachsenden Herausforderungen. Dazu zählt neben dem demografischen Wandel und immer komplexeren rechtlichen Aspekten auch die fortschreitende digitale Transformation. So stellt sich nicht mehr die Frage, ob Digitalisierung auch in der Heimatarbeit Eingang finden sollte, sondern wie dies zweckmäßig geschehen kann. Dabei geht es nicht darum, grundsätzlich analoges durch digitales Tun zu ersetzen, sondern ein sinnvolles Zusammenwirken unterschiedlicher Kommunikations- und Aktionsformen zu ermöglichen.

Das Spektrum innerhalb der Vereine ist mit Blick auf die digitale Welt ausgesprochen heterogen. Es reicht von Akteurinnen und Akteuren ohne Erfahrungen im digitalen Bereich bis hin zu bereits recht gut aufgestellten Initiativen mit spezifischen Bedarfen.

Die Corona-Pandemie hat hinsichtlich des Digitalisierungsfortschritts wie ein Brennglas nochmals verdeutlicht, dass der Mangel an digitalen Kompetenzen und Ressourcen die Herausforderung für einen gelingenden digitalen Wandel in Ehrenamt und Engagement darstellt.

Als Dienstleister in der Heimatarbeit sieht es der Westfälische Heimatbund als seine Aufgabe an, auf der Grundlage einer digitalen Strategie für freiwilliges Engagement in der Heimatarbeit mit geeigneten Partnern praxisbezogene Hilfe und Qualifizierung anzubieten.


Erhebung zur Situation der Museen in Westfalen-Lippe

In den Jahren 2021/2022 führen der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und das LWL-Museumsamt für Westfalen erstmals gemeinsam eine Erhebung der gesamten Museumslandschaft in Westfalen-Lippe durch.

Mit dieser Befragung möchten wir einen Gesamtüberblick über die Situation der Museen aller Sparten, Größen und Trägerschaftsformen in Westfalen-Lippe mit Bezug auf den Zeitraum von 2019-2021 gewinnen. Zielsetzung ist es auch, noch effektiver auf die individuellen Bedürfnisse der Museen eingehen und Förderprogramme, Fortbildungen sowie Serviceangebote insgesamt besser auf die allgemeinen Bedarfe zuschneiden zu können.

Fast 54 Prozent der Museen und Gedenkstätten haben bei der Befragung mitgemacht und durch ihr Engagement dazu beigetragen, dass wir ein besseres Bild von der Struktur und der Situation der Museen in Westfalen-Lippe gewinnen konnten.

Nun läuft die Auswertung der Ergebnisse durch die beauftragte externe Firma. Einige ausgewählte Museumsleitungen werden wir zusätzlich für Tiefeninterviews und Porträts kontaktieren. Im Herbst 2022 werden voraussichtlich die Ergebnisse vorliegen, die wir 2023 publizieren wollen.

Herzlichen Dank sagen die Teams des Westfälischen Heimatbundes und des LWL-Museumsamtes für Westfalen allen MItwirkenden!

Gefördert von:


Für jeden das richtige Ehrenamt finden

WHB Partner des „Ehrenamt-Checks“

Die Onlineplattform www.ehrenamtcheck.de bietet ein neues, zusätzliches Angebot. Ab sofort finden Interessierte unter den verschiedenen Ehrenämtern, die zu ihren Interessen und Stärken passen, auch den Westfälischen Heimatbund als Dachverband der Heimatakteurinnen und -akteure in Westfalen.

Möglich wird dies durch eine Kooperation von WestLotto mit dem WHB. Mit der Onlineplattform ehrenamtcheck.de möchte WestLotto sowohl die gesellschaftlichen Träger in NRW unterstützen als auch den Bürgerinnen und Bürgern eine erste digitale Orientierung beim Thema Ehrenamt bieten. Für viele Organisationen und Vereine ist der Ehrenamt-Check bereits ein wertvoller Baustein bei der Suche nach freiwilligen Unterstützern.


Heimat-Puls –

Film zeigt engagierte Heimatarbeit mit jungen Zielgruppen

Beim Westfalentag 2019 in Hattingen zeigte der Westfälische Heimatbund e. V. einen weiteren Kurzfilm aus der Reihe „Heimat-Puls“. Dieser präsentierte anlässlich des WHB-Themenjahres gute Beispiele aus der Heimatarbeit mit jungen Menschen vor Ort.


Lebendiges Heimatnetzwerk

Ihre guten Beispiele im WHB-Blog

Ihre guten Beispiele aus der Heimat-Arbeit in Westfalen haben ein neues Zuhause: im WHB-Blog.

Ergänzend zu unserem Heimatmacher-Newsletter stellen wir hier regelmäßig Ihre impulsgebenden und nachahmenswerten Projekte aus Ihren verschiedenen Tätigkeitsbereichen vor. Die zahlreichen aktiven und kreativen Initiativen sollen ein lebendiges Heimatnetzwerk der Region bilden. Machen Sie uns gerne Vorschläge für unsere Online-Datenbank, damit auch andere Ihre spannende Arbeit kennenlernen.

Der Blog startet mit vier aktuellen Einträgen zu unserem Themenjahr und wird regelmäßig ergänzt. Sie erreichen ihn über unsere Homepage und unter: https://blog.whb.nrw/

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


Heimat-Puls –

Film zeigt Heimatmacher aus dem Sauerland

Als Gastgeschenk an die lebendige Heimatregion Sauerland präsentierte der Westfälische Heimatbund e.V. beim Westfalentag am 1. September in Brilon einen eigens produzierten Film. Unter dem Titel „Heimat-Puls: Heimat gestalten im Sauerland“ stellt dieser Kurzporträts von fünf exemplarisch ausgewählten Vereinen in der Region vor. Heimat-Puls macht einfach Lust auf Heimatpflege – Schauen Sie selbst!