Heimatarbeit in Corona-Zeiten

Der WHB bietet seinen Mitgliedsvereinen auf Anfrage Beratung zu Fragen rund um die Vereinstätigkeit in Corona-Zeiten. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf unter: whb@whb.nrw

Mitglieder werden überdies im Rahmen von Verteilermails regelmäßig über relvante Aspekte informiert. Lassen Sie sich dazu in unseren E-Mail-Verteiler eintragen!

Notbremse-Regelung und Teststrategie

Gültigkeit der Coronaschutzverordnung NRW vom 19. bis 26. April 2021 verlängert

Die Landesregierung NRW hat die bestehende Coronaschutzverordnung mit Blick auf das Infektionsgeschehen und das bisherige Fehlen einer bundeseinheitlichen Regelung zunächst bis zum 26. April verlängert.

Aufgrund der landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 100 greift auch in NRW die bundesweit vereinbarte Notbremse. Dabei soll eine regionale Differenzierung das zunehmend unterschiedliche Infektionsgeschehen in den Städten und Kreisen berücksichtigen:
 
Liegt die 7-Tages-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an drei Werktagen in Folge über dem Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, greift die Corona-Notbremse. Dann entscheidet die betroffene Kommune in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium zwischen zwei Varianten: strenger Lockdown mit Aufhebung der zum 8. März 2021 in Kraft getretenen Öffnungen oder Test-Option. Bei der Test-Option können diese Öffnungen beibehalten werden – jedoch nur für Personen mit tagesaktuellem negativen Testergebnis. Das negative Ergebnis muss von einer der in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt werden.

Weitere Regelungen bei abweichenden Inzidenzen:
Neben den „Notbremse-Maßnahmen“ prüfen Kreise und kreisfreie Städte, in denen die 7-Tages-Inzidenz nachhaltig und signifikant über dem Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und über dem Landesdurchschnitt liegt oder in denen sonst besondere kritische infektiologische Umstände vorliegen, auch weiterhin, ob aus besonderen Gründen zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Sie können diese in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales anordnen.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die 7-Tages-Inzidenz nachhaltig und signifikant unter dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt, können im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales abstimmen, inwieweit Reduzierungen der festgelegten Schutzmaßnahmen erfolgen können.

Museen, Schlösser, Burgen und Gedenkstätten:

7-Tages-Inzidenz < 100: Der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen.

7-Tages-Inzidenz > 100 ohne Test-Option: Der Betrieb ist untersagt.

7-Tages-Inzidenz > 100 mit Test-Option: Der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen. Zutritt nur mit negativem Schnelltest. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Veranstaltungen und Versammlungen

Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Verordnung fallen, sind untersagt. Abweichend sind unter Beachtung von Hygine-, Abstands- und Nachverfolgsbarkeitsregelungen unter anderem zulässig:

Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen
a) mit bis zu zwanzig Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt werden können,
b) mit mehr als zwanzig, aber höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Anzeige bei den zuständigen Behörden, wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen vor dem 27. April 2021, in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss.

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Sonderprogramm „Heimat 2020“ verlängert

Corona-Hilfen für gemeinnützige Vereine

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf alle Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements in der Heimatarbeit. Der WHB ist als Dachverband der Heimatbewegung in Westfalen gegenüber dem Land NRW nachdrücklich dafür eingetreten, auch Vereine der Heimatbewegung angemessen finanziell in dieser Krisenzeit zu unterstützen.

Es wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag am 30. April 2020 beschlossen. Da die Herausforderungen weiterhin bestehen, wurde die Laufzeit des Sonderprogramms bis Mitte 2021 verlängert.

Mit der Verlängerung des Programms wird ein Zuschuss zur Überwindung eines durch die Corona-Pandemie auch für einen im Zeitraum vom 1. November 2020 bis 30. Juni 2021 verursachten Liquiditätsengpasses von Vereinen bzw. vergleichbaren Organisationen gewährt.

Wesentliche Änderungen gegenüber der ersten Laufzeit des Programms:

  • Öffnung der Antragsberechtigung auch für eingetragene Vereine ohne formale Anerkennung der Gemeinnützigkeit, wenn diese in ihrer Satzung die Förderung des Brauchtums einschließlich des Karnevals und/oder der Heimatpflege und Heimatkunde für die Allgemeinheit als Vereinszweck verankert haben
  • Antragsberechtigung auch für selbstständige Teile eines bestehenden Vereins oder einer bestehenden Körperschaft, die als eigenständige Einheit wirtschaftlich und organisatorisch geführt werden
  • Antragsberechtigung für „Dachorganisationen“: selbstständige Vereine, die bisher keinen eigenen Antrag stellen konnten, weil ihre Mitglieder ausschließlich aus Vereinen oder Körperschaften bestehen
  • kein grundsätzlicher Ausschluss mehr, wenn die Antragsberechtigung zu anderen Unterstützungsprogrammen besteht. Ausnahme: Sport

Die Förderrichtlinien, den Online-Antrag und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Ministeriums.