Heimatarbeit in Corona-Zeiten

Der WHB bietet seinen Mitgliedsvereinen auf Anfrage Beratung zu Fragen rund um die Vereinstätigkeit in Corona-Zeiten. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf unter: whb@whb.nrw

Mitglieder werden überdies im Rahmen von Verteilermails regelmäßig über relvante Aspekte informiert. Lassen Sie sich dazu in unseren E-Mail-Verteiler eintragen!

Corona-Schutzverordnung überarbeitet

Neue Leitindikatoren zur Bewertung des Infektionsgeschehens

Die Corona-Schutzverordnung in NRW, gültig vom 11. September bis zum 8. Oktober 2021, wurde überarbeitet.

Zur Bewertung des Infektionsgeschehens wird nicht mehr allein auf die 7-Tage-Inzidenz, sondern auf folgende drei Leitindikatoren abgestellt: 7-Tage-Inzidenz, 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (Fälle der Coronapatienten im Krankenhaus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) und Auslastung der Intensivbetten. Der in der Coronaschutzverordnung bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz wurde gestrichen. Das Gesundheitsministerium verzichtet derzeit auf die Festlegung von pauschalen Grenzwerten für die einzelnen neuen Indikatoren. Stattdessen soll zunächst das Zusammenwirken der verschiedenen Indikatoren weiter beobachtet werden. Durch die Anpassung der Regeln ändert sich also vorerst nichts.

Die inzwischen bekannte 3G-Regelung, die seit Anfang August landesweit für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen gilt, bleibt aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens auch unter Berücksichtigung der neuen Leitindikatoren bis auf Weiteres unverändert bestehen.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

3G-Nachweis:

In bestimmten Situationen ist es weiterhin erforderlich, sich als Genesener, Geimpfter oder Getesteter auszuweisen. Das gilt etwa bei Veranstaltungen in Innenräumen (zusätzlich Hygienekonzept), Innengastronomie und Großveranstaltungen im Freien ab 2.500 Personen. Hier reicht ein negativer Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden alt). Ein PCR-Test ist nur dort erforderlich, wo es ein besonders hohes Risiko für Mehrfachansteckungen gibt - etwa bei Tanzveranstaltungen oder in Diskos etc.

Unabhängig von der Inzidenz muss man an vielen Orten keinen 3G-Nachweis erbringen. Dies betrifft etwa Museen, Bibliotheken, Zoos und vergleichbare Einrichtungen.

Maskenpflicht und AHA+L-Regeln:

Es besteht vielerorts weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Das gilt etwa im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr, in Warteschlangen und an Verkaufsständen sowie bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz). Auf das Tragen einer Maske kann ausnahmsweise in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen verzichtet werden, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind.

Die AHA-Regeln gelten ansonsten generell weiterhin als Empfehlung; bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln sind in Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr verpflichtend umzusetzen. Bestimmte Lüftungs- und Reinigungsvorgaben wurden in einer Anlage zur Verordnung zusammengefasst.

Wegfall der Kontaktnachverfolgung:

Die Verordnung enthält keine Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung.

Sonderprogramm „Heimat 2020“ verlängert

Corona-Hilfen für gemeinnützige Vereine

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf alle Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements in der Heimatarbeit. Der WHB ist als Dachverband der Heimatbewegung in Westfalen gegenüber dem Land NRW nachdrücklich dafür eingetreten, auch Vereine der Heimatbewegung angemessen finanziell in dieser Krisenzeit zu unterstützen.

Es wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag am 30. April 2020 beschlossen. Da die Herausforderungen weiterhin bestehen, wurde die Laufzeit des Sonderprogramms bis Mitte 2021 verlängert.

Mit der Verlängerung des Programms wird ein Zuschuss zur Überwindung eines durch die Corona-Pandemie auch für einen im Zeitraum vom 1. November 2020 bis 30. Juni 2021 verursachten Liquiditätsengpasses von Vereinen bzw. vergleichbaren Organisationen gewährt.

Wesentliche Änderungen gegenüber der ersten Laufzeit des Programms:

  • Öffnung der Antragsberechtigung auch für eingetragene Vereine ohne formale Anerkennung der Gemeinnützigkeit, wenn diese in ihrer Satzung die Förderung des Brauchtums einschließlich des Karnevals und/oder der Heimatpflege und Heimatkunde für die Allgemeinheit als Vereinszweck verankert haben
  • Antragsberechtigung auch für selbstständige Teile eines bestehenden Vereins oder einer bestehenden Körperschaft, die als eigenständige Einheit wirtschaftlich und organisatorisch geführt werden
  • Antragsberechtigung für „Dachorganisationen“: selbstständige Vereine, die bisher keinen eigenen Antrag stellen konnten, weil ihre Mitglieder ausschließlich aus Vereinen oder Körperschaften bestehen
  • kein grundsätzlicher Ausschluss mehr, wenn die Antragsberechtigung zu anderen Unterstützungsprogrammen besteht. Ausnahme: Sport

Die Förderrichtlinien, den Online-Antrag und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Ministeriums.