Heimatarbeit in Corona-Zeiten

Der WHB bietet seinen Mitgliedsvereinen auf Anfrage Beratung zu Fragen rund um die Vereinstätigkeit in Corona-Zeiten. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf unter: whb@whb.nrw

Mitglieder werden überdies im Rahmen von Verteilermails regelmäßig über relvante Aspekte informiert. Lassen Sie sich dazu in unseren E-Mail-Verteiler eintragen!

Corona: regionale Inzidenzstufe 3 zunächst ausgesetzt

Coronaschutzverordnung bis 19. August verlängert

Die aktuell gültige Landesinzidenzstufe 1 setzt im gesamten Land geht mit verschiedenen Schutzmaßnahmen einher. Diese gelten auch für Kreise und kreisfreie Städte der Inzidenzstufe 0. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem:

  • Generelle Maskenpflicht in Innenräumen
  • Ausnahmen gelten in Stufe 1 bei Veranstaltungen mit festen Sitz- oder Stehplätzen für Geimpfte, Genesene und Getestete.
  • Bei Versammlungen/Veranstaltungen muss wieder die einfache Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden gewährleistet werden.
  • Bei Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen (Sport, Kultur, Bildung o.ä.) und für Freizeiteinrichtungen mit mehr als 2.000 Besuchern/Tag gelten insgesamt die Schutzmaßnahmen der lokalen Inzidenzstufe 1.
  • Volks- und Schützenfeste sind ebenso wie Tagungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden in Innenräumen wieder (bis zum 27. August) untersagt.

Überraschend hat die Landesregierung NRW kurzfristig erneut die bestehende Coronaschutzverordnung mit Wirkung ab 30. Juli 2021 angepasst: die regionale Inzidenzstufe 3 wird zunächst ausgesetzt. Das heißt, dass Kreise und kreisfreie Städte welche die Inzidenz von 50 übersteigen, in der Stufe 2 verbleiben. Bei einem besonderen lokalen Corona-Geschehen sollen mit dem Ministerium Sonderregelungen geprüft werden.

Hinsichtlich Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen - also etwa satzungsmäßig vorgeschriebenen Mitglieder-/Jahreshauptversammlungen - ist Folgendes vorgesehen (Angaben ohne Gewähr):

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 3 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 100 und 50,1) - vorübergehend bis 19.8. ausgesetzt:

Zulässig sind Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen

a) mit bis zu 20 Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt werden können,

b) mit bis zu 250 Personen in geschlossenen Räumen oder bis zu 500 Personen im Freien, wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss; vor der Versammlung muss eine Anzeige und bei mehr als 100 teilnehmenden Personen die Vorlage eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes bei der zuständigen Behörde erfolgen.

Die Regelungen zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit und zum Mindestabstand sind bei allen zulässigen Veranstaltungen einzuhalten.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 2 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 50 und 35,1):

Möglich sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse auch in geschlossenen Räumlichkeiten mit bis zu 500 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit.

Die Regelungen zum Mindestabstand sind einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 (7-Tage-Inzidenz stabil unter 35):

Gestattet sind Sitzungen, Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit bis zu 1.000 Personen mit Negativtestnachweis und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit, im Freien auch mit mehr als 1.000 Personen, höchstens aber einem Drittel der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes, mit einfacher Rückverfolgbarkeit und ohne Negativtestnachweis.

In Regionen der Inzidenzstufe 1 können in geschlossenen Räumlichkeiten die Masken bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, und Sportveranstaltungen sowie nicht berufsmäßigen musisch-kulturellen Angeboten und Versammlungen jeweils mit Negativtestnachweisabgenommen werden, wenn jeweils die Regelungen zum Mindestabstand eingehalten werden oder bei zulässigen Ausnahmen vom Mindestabstand die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 ab dem 27. August 2021:

a) Volksfeste nach § 60b der Gewerbeordnung (einschließlich Kirmesveranstaltungen und ähnlichem), Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1 000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept; Veranstaltungen mit mehr als 1 000 teilnehmenden Personen sind nur zulässig, wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 1 oder niedriger gilt,

b) Sitzungen, Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch mit mehr als 1 000 Personen mit Negativtestnachweis und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

In Kreisen und kreisfreien Städten sowie für das Land bei Inzidenzstufe 0 (7-Tage-Inzidenz von höchstens 10):

In Regionen der Inzidenzstufe 0 entfallen beispielsweise die Kontaktbeschränkungen. Auch die Einhaltung des Mindestabstands zu anderen Personen wird weitgehend nur noch empfohlen. In Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 0 gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske grundsätzlich nur noch in Innenbereichen. Wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 0 gilt, gilt die Maskenpflicht grundsätzlich nur noch im ÖPNV und im Handel und wird ansonsten auch in Innenbereichen lediglich empfohlen. Die Regelung zur Maskenpflicht in Schulen bleibt von den Änderungen unberührt. In vielen Bereichen kann die Verpflichtung der Kontaktdatenerfassung entfallen. Letzteres gilt auch für die Gastronomie.

Hinsichtlich Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen gelten die Regeln für Kulturveranstaltungen - wahlweise Negativtestnachweis oder Sitzplan im Schachbrettmuster mit Abstandsregeln. Auf eine Kontaktnachverfolgung kann verzichtet werden. Soweit mehr als 500 Personen (einschließlich immunisierter Personen) an einer Veranstaltung teilnehmen, gilt dies nur, wenn auch für das Land die Inzidenzstufe 0 gilt. Bei mehr als 5.000 teilnehmenden Personen (einschließlich immunisierter Personen) ist ein Konzept erforderlich, das einen Negativtestnachweis vorsehen muss.

In der Inzidenzstufe 0 sind auch jene Angebote mit Negativtest und Hygienekonzept zulässig, deren Wiedereröffnung bisher auf den 27. August 2021 festgelegt war (zum Beispiel Volksfeste etc.). Wenn auch für das Land die Inzidenzstufe Null gilt, entfallen dabei sämtliche Beschränkungen. Dies gilt nur mit der Maßgabe, dass sämtliche teilnehmenden Personen über einen Negativtestnachweis verfügen müssen Wenn keine Zugangskontrolle erfolgt, müssen Veranstalter verpflichtend stichprobenhafte Kontrollen durchführen und die Besucher über die Notwendigkeit des Negativtests informieren, zum Beispiel über Aushänge.

Vollständig Geimpfte

Soweit in dieser Verordnung für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet. Dies gilt nicht für in dieser Verordnung festgesetzte einrichtungsbezogene Personengrenzen pro Quadratmeter oder Kapazitätsbegrenzungen.

Soweit in der Verordnung bestimmte Tätigkeiten, Veranstaltungen, Einrichtungen oder Angebote von einem Negativtestnachweis oder einem negativen Selbsttest abhängen, gilt dies nicht für immunisierte Personen mit entsprechendem Nachweis.

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Sonderprogramm „Heimat 2020“ verlängert

Corona-Hilfen für gemeinnützige Vereine

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf alle Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements in der Heimatarbeit. Der WHB ist als Dachverband der Heimatbewegung in Westfalen gegenüber dem Land NRW nachdrücklich dafür eingetreten, auch Vereine der Heimatbewegung angemessen finanziell in dieser Krisenzeit zu unterstützen.

Es wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag am 30. April 2020 beschlossen. Da die Herausforderungen weiterhin bestehen, wurde die Laufzeit des Sonderprogramms bis Mitte 2021 verlängert.

Mit der Verlängerung des Programms wird ein Zuschuss zur Überwindung eines durch die Corona-Pandemie auch für einen im Zeitraum vom 1. November 2020 bis 30. Juni 2021 verursachten Liquiditätsengpasses von Vereinen bzw. vergleichbaren Organisationen gewährt.

Wesentliche Änderungen gegenüber der ersten Laufzeit des Programms:

  • Öffnung der Antragsberechtigung auch für eingetragene Vereine ohne formale Anerkennung der Gemeinnützigkeit, wenn diese in ihrer Satzung die Förderung des Brauchtums einschließlich des Karnevals und/oder der Heimatpflege und Heimatkunde für die Allgemeinheit als Vereinszweck verankert haben
  • Antragsberechtigung auch für selbstständige Teile eines bestehenden Vereins oder einer bestehenden Körperschaft, die als eigenständige Einheit wirtschaftlich und organisatorisch geführt werden
  • Antragsberechtigung für „Dachorganisationen“: selbstständige Vereine, die bisher keinen eigenen Antrag stellen konnten, weil ihre Mitglieder ausschließlich aus Vereinen oder Körperschaften bestehen
  • kein grundsätzlicher Ausschluss mehr, wenn die Antragsberechtigung zu anderen Unterstützungsprogrammen besteht. Ausnahme: Sport

Die Förderrichtlinien, den Online-Antrag und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Ministeriums.