Auf der Kolvenburg im Kreis Coesfeld fand im HEIMAT-Labor ein buntes Kulturprogramm statt. © WLB

Erfolgreiche Westfalen-Tour trotz(t) Corona

Literatur-Foto-Projekt „Experiment HEIMAT“ gestartet

Das vom Westfälischen Literaturbüro in Unna e. V. (WLB) konzipierte und organisierte Literatur- und Fotografie-Projekt „Experiment HEIMAT“ rückt den Begriff HEIMAT ins Zentrum eines künstlerischen Versuchs. Nach Abschluss seiner ersten Phase ziehen die Projektmacher eine positive Bilanz.

Auf Spurensuche gingen drei Monate lang international renommierte Künstler*innen an neun HEIMAT-Orten in ganz Westfalen. In Teams, die aus je einem*einer Autor*in und einem*einer Fotograf*in bestanden, erforschten sie „ihre“ Orte unter dem Aspekt der HEIMAT. In Begegnungen und im Austausch mit den dort lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen (etwa Heimatvereinen oder Migrationsverbänden) und Besucher*innen untersuchten sie die Bedeutung, die diese dem jeweiligen Ort zuschreiben. Zentral war dabei stets die Frage, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Westfalen lebenden Menschen von „ihrer“ HEIMAT deckt.

Parallel zur Recherchereise der Künstler*innen fand ein kulturelles Begleitprogramm an den HEIMAT-Orten statt, das von den lokalen Kooperationspartnern organisiert wurde und aufgrund der COVID-19-Pandemie zum Teil digital stattfand. Es gab Pressegespräche, Lesungen, Vorträge örtlicher Heimatvereine, Diskussionen mit Flüchtlingshilfevereinen, künstlerische Programme wie Musikveranstaltungen, Performances oder auch Foto- oder Schreibworkshops und vieles andere mehr.

Die abgeschlossene Recherchephase markiert erst den Anfang des insgesamt auf zwei Jahre angelegten Projekts. Die beteiligten Fotograf*innen und Autor*innen setzen das Erlebte nun in Bilderserien und Texten um. Aus den künstlerischen Ergebnissen entstehen ein Text-Foto-Band und eine Wanderausstellung, die 2022 an alle HEIMAT-Orte zurückkehren soll – auch die Künstler*innen kommen dann noch einmal wieder, um ihre Arbeiten auch persönlich vorzustellen.
Die Besuche der Künstler*innen an den HEIMAT-Orten wurden journalistisch und wissenschaftlich begleitet und sind auf der Projektwebsite www.experimentheimat.de im „HEIMAT-Journal“ dokumentiert.

Das Experiment HEIMAT ist ein Projekt des Westfälischen Literaturbüros in Unna e. V. (WLB) in Kooperation mit Bochum Marketing, dem Literaturbüro OWL, der Stadt Dortmund, der Stadt Enger, den LWL-Industriemuseen Henrichshütte Hattingen und Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, dem Kreis Coesfeld, der Stadt Schmallenberg und der Kreisstadt Unna sowie zahlreichen weiteren Vereinen, Einrichtungen und Initiativen in Westfalen. Begleitet wird das Projekt vom Westfälischen Heimatbund und der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung. Experiment HEIMAT wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW gefördert.

AN DEN HEIMAT-ORTEN: Lindenbrauerei in Unna, Ruhr-Universität Bochum, Kolvenburg im Kreis Coesfeld, Fußball und Bolzplatzkultur in Dortmund, Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, Henrichshütte Hattingen, Widukindstadt Enger, Wilzenberg in Schmallenberg, Hermannsdenkmal bei Detmold

MIT DEN AUTORINNEN UND AUTOREN: Helene Bukowski, Safiye Can, Nora Gomringer, Lütfiye Güzel, Sabrina Janesch, Wladimir Kaminer, Sharon Dodua Otoo und Najem Wali

MIT DEN FOTOGRAFINNEN UND FOTOGRAFEN: Peter Bialobrzeski, Jörg Brüggemann, Alem Kolbus, Ute Mahler, Werner Mahler, Loredana Nemes, Christina Stohn, Nikita Teryoshin und Aleksandra Weber


Willkommen in Westfalen

Literatur-Foto-Projekt „Experiment HEIMAT“ gestartet

Das Literatur- und Fotografie-Projekt „Experiment HEIMAT“ rückt den Begriff HEIMAT ins Zentrum eines künstlerischen Versuchs. Auf Spurensuche durch Westfalen gehen von April bis Juli 2021 international renommierte Autorinnen und Autoren sowie Fotografinnen und Fotografen. Für ihre Recherche reisen sie im Auftrag des Westfälischen Literaturbüros Unna e. V. an ausgewählte HEIMAT-Orte.

In Begegnungen und im Austausch mit den dort lebenden Menschen, gesellschaftlichen Gruppierungen (etwa Heimatvereinen oder Migrationsverbänden) und Gästen wie z. B. Touristen untersuchen sie die Bedeutung, die diese dem jeweiligen Ort zuschreiben. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit sich der Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Westfalen lebenden Menschen von „ihrer“ Heimat deckt. Im HEIMAT-Labor kann die Bevölkerung unter freiem Himmel Veranstaltungen erleben und auch selbst mitgestalten: Performances, Poetry-Slams, Schreib- und Foto-Wettbewerbe, offenes Singen, Insta-Walks, Kickerturniere, HEIMAT-Quiz, Diskussionen, Lesungen und viele andere.

Die künstlerischen Ergebnisse – literarische Texte und Fotoserien – werden im Anschluss zu einem Text-Foto-Band und einer Wanderausstellung aufbereitet, die 2022 an die HEIMAT-Orte zurückkehrt. Parallel zur Recherchereise der Künstlerinnen und Künstler findet bereits 2021 ein buntes kulturelles Begleitprogramm an den HEIMAT-Orten statt.

MIT DEN AUTORINNEN UND AUTOREN: Helene Bukowski, Safiye Can, Nora Gomringer, Lütfiye Güzel, Sabrina Janesch, Wladimir Kaminer, Sharon Dodua Otoo und Najem Wali

MIT DEN FOTOGRAFINNEN UND FOTOGRAFEN: Peter Bialobrzeski, Jörg Brüggemann, Alem Kolbus, Ute Mahler, Werner Mahler, Loredana Nemes, Christina Stohn, Nikita Teryoshin und Aleksandra Weber

AN DEN HEIMAT-ORTEN: Lindenbrauerei in Unna, Ruhr-Universität Bochum, Kolvenburg im Kreis Coesfeld, Fußball und Bolzplatzkultur in Dortmund, Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, Henrichshütte Hattingen, Widukindstadt Enger, Wilzenberg in Schmallenberg, Hermannsdenkmal bei Detmold

Das Experiment HEIMAT ist ein Projekt des Westfälischen Literaturbüros in Unna e. V. (WLB) in Kooperation mit Bochum Marketing, dem Literaturbüro OWL, der Stadt Dortmund, der Stadt Enger, den LWL-Industriemuseen Henrichshütte Hattingen und Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, dem Kreis Coesfeld, der Stadt Schmallenberg und der Kreisstadt Unna sowie zahlreichen weiteren Vereinen, Einrichtungen und Initiativen in Westfalen. Begleitet wird das Projekt vom Westfälischen Heimatbund.

„Experiment HEIMAT“ wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW gefördert.

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