Kleine Museen im Wandel

Ein Kooperationsprojekt von WHB, LWL-Museumsamt für Westfalen und Museumslandschaft Hochsauerlandkreis

In ganz Deutschland stehen kleine vereinsgetragene Museen vor großen Herausforderungen, die sie aus eigener Kraft meist nicht bewältigen können. Besonders im ländlichen Raum führen der demografische Wandel, unklare Sammlungsprofile, fehlende Depots und nicht mehr zeitgemäße Präsentationsformen zu einem Bedeutungsschwund der Museen und der sie tragenden Vereine.

In einem Kooperationsprojekt möchten die Partner LWL-Museumsamt für Westfalen, Westfälischer Heimatbund e. V. (WHB) und Museumslandschaft Hochsauerlandkreis die Vernetzung und Neuausrichtung kleiner Museen fördern. Diese arbeiten seit Jahren an der Revitalisierung und Erneuerung der Strukturen und Handlungsformen in diesem Feld und ergänzen sich mit Erfahrung und Expertise. Der Hochsauerlandkreis mit seiner vielfältigen Museumslandschaft dient im Projekt als regionaler Bezugsrahmen.

Den Auftakt bildete Ende 2020 ein Wettbewerb unter den vereinsgeführten Museen der Region. Eine fachkundige Jury hat einstimmig unter ihnen zwei Preisträger ausgewählt: das Museum der Stadt Marsberg und das Museum in der Pastorenscheune in Medebach-Düdinghausen.

Die beiden ausgewählten Gewinner des Wettbewerbs werden im Folgenden intensiv qualifiziert und begleitet - sowohl in Bezug auf vereinsbezogene Aspekte als auch museumsspezifische Kompetenzen.

Gefördert vom

 

Chancen und Qualitäten, aber auch Problemlagen kleiner Museen und mögliche Lösungswege standen während der Tagung im Fokus. Foto/ WHB/Greta Schüttemeyer

Tagung „Kleine Museen im Wandel“

als Videoaufzeichnung bei YouTube abrufbar

Am 26. August 2021 fand die Tagung „Kleine Museen im Wandel“ als Teil des gleichnamigen Kooperationsprojektes von LWL-Museumsamt für Westfalen, Westfälischem Heimatbund e. V. (WHB) und Museumslandschaft Hochsauerlandkreis statt. Während der Corona-bedingt verschobenen Veranstaltung wurden mit überregionaler fachlicher Beteiligung Qualitäten, aber auch Problemfelder kleiner Museen behandelt und Lösungswege diskutiert. Rund 65 Teilnehmende waren ins Kaiserhaus nach Arnsberg-Neheim gekommen, um sich über Sorgen und Chancen vereinsgetragener Häuser auszutauschen. Zugleich wurde die Tagung live gestreamt.

Besonders in ländlichen Räumen stehen ehrenamtlich getragene Museen mit Blick auf zeitgemäßes Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln wie auch eine zukunftsfeste Aufstellung der Trägervereine vor großen Herausforderungen. Die drei Projektpartner arbeiten seit Jahren an der Revitalisierung der Strukturen und Handlungsformen in diesem Feld und ergänzen sich mit ihrer Expertise. Mit dem Projekt „Kleine Museen im Wandel“ sollen hier weitere Impulse gesetzt werden. Der Hochsauerlandkreis mit seiner vielfältigen Museumslandschaft dient dabei als Bezugsrahmen.

Aus dieser Region wurden bereits im vergangenen Jahr zwei Einrichtungen, das Museum der Stadt Marsberg und die Pastoren SCHEUNE in Medebach-Düdinghausen, von einer Jury ausgewählt. Zusammen mit den Projektpartnern erarbeiten sie eine optimierte Dauerausstellung und neue, zielgruppenorientierte Vermittlungsansätze mit Modellcharakter. Zudem werden die Einrichtungen in einem mehrmoduligen Qualifizierungsprogramm in vereinsbezogenen und museumsspezifischen Kompetenzen fortgebildet. Innerhalb des Netzwerkes erhalten die Museen dadurch Multiplikatorenfunktion.

Das Projekt wird mit einer Förderung durch die Regionale Kulturpolitik des Landes NRW ermöglicht.

Die Aufzeichnung der Tagung ist für alle Interessierten ab sofort auf dem YouTube-Kanal des WHB abrufbar:

https://youtu.be/y55GUo_c7Cg
 

Schriftliche Zusammenfassungen:

Panel I - Ausstellen und Vermitteln

Panel II - Sammeln, Entsammeln und Bewahren

Panel III - Zielgruppen und Qualifizierung